Mus­ter für ei­nen se­pa­ra­ten Be­scheid zur Nicht­be­rück­sich­ti­gung von Un­ter­halts­be­rech­tig­ten we­gen ei­ge­ner Ein­künf­te

Mus­ter für ei­nen se­pa­ra­ten Be­scheid zur Nicht­be­rück­sich­ti­gung von Un­ter­halts­be­rech­tig­ten we­gen ei­ge­ner Ein­künf­te

Er­gibt sich in der Ver­wal­tungs­voll­stre­ckung erst nach dem Er­lass ei­nes Pfän­­dungs- und Ein­zie­hungs­ver­fü­gung, dass ein Un­ter­halts­be­rech­tig­ter des Schuld­ners über ei­ge­ne Ein­künf­te ver­fügt, be­darf es ei­nes se­pa­ra­ten Be­scheids über die Nicht­be­rück­sich­ti­gung nach § 850c Abs. 4 ZPO. Da­bei ist un­ter an­de­rem

Nicht­be­rück­sich­ti­gung von Un­ter­halts­be­rech­tig­ten bei feh­len­der Un­ter­halts­ge­wäh­rung

Nicht­be­rück­sich­ti­gung von Un­ter­halts­be­rech­tig­ten bei feh­len­der Un­ter­halts­ge­wäh­rung

Ist der Schuld­ner an­de­ren Per­so­nen ge­setz­lich zum Un­ter­halt ver­pflich­tet, steht ihm ein er­höh­ter pfand­frei­er Be­trag zu, wenn er ih­nen auch tat­säch­lich Un­ter­halt ge­währt (§ 850c Abs. 1 S. 2 ZPO: „Ge­währt der Sch. […] Un­ter­halt“). Der Ar­beit­ge­ber be­rück­sich­tigt bei der

BGH: Nicht­be­rück­sich­ti­gung von Un­ter­halts­be­rech­tig­ten nach § 850c IV ZPO

AMT­LI­CHE LEIT­SÄT­ZE Das Kin­der­geld stellt kein Ein­kom­men im Sin­ne des § 850c Abs. 4 ZPO dar. Das gilt auch dann, wenn das Kind ers­te un­ter­halts­be­rech­tig­te Per­son im Sin­ne des § 850c Abs. 1 Satz 2 ZPO ist (Er­gän­zung zu BGH,

LG Leip­zig: Nicht­be­rück­sich­ti­gung von Un­ter­halts­be­rech­tig­ten bei § 850d ZPO man­gels Un­ter­halts­ge­wäh­rung oder ‑ver­lan­gen

RE­DAK­TIO­NEL­LER LEIT­SATZ Wenn nicht fest­steht, ob der Un­ter­halts­be­rech­tig­te Un­ter­halt ge­mäß § 7 Abs. 3 S. 2 UVG ver­langt oder der Schuld­ner Un­ter­halts­zah­lun­gen tat­säch­lich leis­tet, kann die Un­ter­halts­vor­schuss­kas­se An­sprü­che des Schuld­ners ge­gen den Dritt­schuld­ner zu­nächst oh­ne Be­rück­sich­ti­gung die­ses Un­ter­halts­be­rech­tig­ten pfän­den und

Kon­to­lei­he und Ar­beits­lo­sen­geld

Kon­to­lei­he und Ar­beits­lo­sen­geld

Nicht we­ni­ge ar­beits­lo­se Schuld­ner ha­ben kein ei­ge­nes Kon­to und das Job­cen­ter über­weist das ALG II für die Be­darfs­ge­mein­schaft auf das Kon­to ih­rer nicht-schul­d­­ne­­ri­­schen Le­bens­ge­fähr­tin. Der Gläu­bi­ger kann in die­ser Kon­stel­la­ti­on den Her­aus­ga­be­an­spruch des Schuld­ners ge­gen die Le­bens­ge­fähr­tin nach § 667