Martin Benner

Zwangsvollstreckung, Beitreibung und ein Hauch von Jugendhilfe

Aktuellste Beiträge

Zah­lungs­ver­jäh­rung von KiTa-Kostenbeiträgen

Wer­den für die Nut­zung kom­mu­na­ler Kin­der­ta­ges­ein­rich­tun­gen und Kin­der­ta­ges­pfle­ge­stel­len öf­fent­lich-recht­li­che Kos­ten­bei­trä­ge (“El­tern­bei­trä­ge”) er­ho­ben, stellt sich im Rah­men der Bei­trei­bung die Fra­ge, nach wel­chen Be­stim­mun­gen sich die Zah­lungs­ver­jäh­rung die­ser For­de­run­gen rich­tet. Gel­ten da­für die §§ 228 ff. AO i. V. m. dem je­wei­li­gen...

Gläu­bi­ger­be­frie­di­gung ausgeschlossen”

Ein Gläu­bi­ger bzw. ei­ne Voll­stre­ckungs­be­hör­de stellt fest, dass der Schuld­ner im Schuld­ner­ver­zeich­nis ein­ge­tra­gen ist, weil die “Gläu­bi­ger­be­frie­di­gung aus­ge­schlos­sen” sei. Sie fragt sich, ob wei­te­re Voll­stre­ckungs­maß­nah­men, zB die Pfän­dung des be­kann­ten Kon­tos, des­halb kei­nen Sinn ma­chen bzw. ob sie über­haupt durch­ge­führt wer­den dürften. Hin­ter­grund...

Lohn­pfän­dung und Rück­kehr zum sel­ben Arbeitsgeber

Die Voll­stre­ckungs­be­hör­de bzw. der Gläu­bi­ger hat das Ar­beits­ein­kom­men des Schuld­ners ge­pfän­det. Die Pfän­dungs­ver­fü­gung bzw. der ‑be­schluss wur­de dem Dritt­schuld­ner am 01.03.2022 zugestellt.  Va­ri­an­te 1: In der Dritt­schuld­ner­er­klä­rung teilt der Ar­beit­ge­ber mit, dass das Ar­beits­ver­hält­nis zum 31.03.2022 be­en­det sein wird. Spä­ter stellt sich her­aus, dass...

Zwangs­si­che­rungs­hy­po­thek für öf­fent­lich-recht­li­che Forderung

Hin und wie­der kom­men Grund­buch­äm­ter auf selt­sa­me Ideen. Zum Bei­spiel, dass ei­ne Zwangs­si­che­rungs­hy­po­thek für ei­ne öf­fent­li­che-recht­li­che For­de­rung nur dann in das Grund­buch ein­ge­tra­gen wer­den kön­ne, wenn ein Zu­sam­men­hang mit dem Grund­stück be­stehe. Da­nach soll bei­spiels­wei­se ei­ne Hun­de­steu­er­for­de­rung aus­ge­schlos­sen sein. Trifft die­se...

Co­ro­na-Prä­mie des Arbeitgebers

[Ak­tua­li­sier­te Fas­sung vom 27.08.2022] Zahl­rei­che Ar­beit­ge­ber ge­währ­ten ih­ren Mit­ar­bei­ten­den in den ver­gan­ge­nen Jah­ren und Mo­na­ten Co­ro­na-Prä­mi­en oder Co­ro­na-Son­der­zah­lun­gen. Hat ein Gläu­bi­ger das Ar­beits­ein­kom­men ge­pfän­det, stellt sich die Fra­ge, ob die­se Leis­tun­gen pfänd­bar oder un­pfänd­bar sind. Han­delt es sich um ei­ne Co­ro­na-Prä­mie im...

Nach­weis der nicht ab­sicht­li­chen Ent­zie­hung von der Unterhaltspflicht

Ge­setz­li­che Un­ter­halts­an­sprü­che sind grund­sätz­lich nach § 850d Abs. 1 S. 1 bis 3 ZPO pri­vi­le­giert. Für die län­ger als ein Jahr vor dem An­trag auf Er­lass des Pfän­dungs­be­schlus­ses fäl­lig ge­wor­de­nen (sog. über­jäh­ri­gen) Rück­stän­de gilt das al­ler­dings nicht, wenn „nach La­ge der Ver­hält­nis­se nicht an­zu­neh­men ist, dass sich der Schuld­ner sei­ner Zah­lungs­pflicht...

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