An­trag auf “Nacht­be­schluss” zur Verhaftung

An­trag auf “Nacht­be­schluss” zur Verhaftung

Bei dem Ver­such, ei­nen Haft­be­fehl zu voll­zie­hen, trifft der Ge­richts­voll­zie­her den Schuld­ner häu­fig nicht an. Ei­ne Mög­lich­keit be­steht für den Gläu­bi­ger dann dar­in, die Woh­nung des Schuld­ner zwangs­wei­se öff­nen zu las­sen. Das ist (für nicht be­frei­te) Gläu­bi­ger je­doch zum einen

Kon­ten­ab­ruf, wenn der Schuld­ner “sei­ner Pflicht, ei­ne Ver­mö­gens­aus­kunft zu er­tei­len, nicht nachkommt”

Kon­ten­ab­ruf, wenn der Schuld­ner “sei­ner Pflicht, ei­ne Ver­mö­gens­aus­kunft zu er­tei­len, nicht nachkommt”

Nach § 93 Abs. 8 S. 2 Nr. 1 AO dür­fen die Voll­stre­ckungs­be­hör­den un­ter an­de­rem ei­nen Kon­ten­ab­ruf durch­füh­ren, wenn “der Voll­stre­ckungs­schuld­ner sei­ner Pflicht, ei­ne Ver­mö­gens­aus­kunft zu er­tei­len, nicht nach­kommt” § 93 Abs. 8 S. 2 Nr. 1 AO Ent­spre­chen­des gilt nach § 802l Abs.

Voll­zug ei­nes Haftbefehls

Voll­zug ei­nes Haftbefehls

Die fol­gen­de Kon­stel­la­ti­on kommt in der Pra­xis ver­gleichs­wei­se häu­fig vor: Der Gläu­bi­ger be­auf­tragt den Ge­richts­voll­zie­her da­mit, dem Schuld­ner die Ver­mö­gens­aus­kunft ab­zu­neh­men. Der Schuld­ner er­scheint un­ent­schul­digt nicht zum Ter­min. Dar­auf­hin be­an­tragt der Gläu­bi­ger beim Voll­stre­ckungs­ge­richt den Er­lass ei­nes Haft­be­fehls und an­schlie­ßend beim

Ren­ten­aus­kunft zur Er­mitt­lung des Ar­beit­ge­bers in der Verwaltungsvollstreckung

Ren­ten­aus­kunft zur Er­mitt­lung des Ar­beit­ge­bers in der Verwaltungsvollstreckung

Im Rah­men der Sach­auf­klä­rung geht es vor al­lem dar­um, ei­nen et­wai­gen Ar­beit­ge­ber des Schuld­ners zu er­mit­teln. Da­bei spielt die Ren­ten­aus­kunft in der Pra­xis ei­ne wich­ti­ge Rol­le. Aus da­ten­schutz­recht­li­cher Sicht hat die Ren­ten­aus­kunft auf zwei Ebe­nen:  ei­ne Über­mitt­lungs­be­fug­nis der Ren­ten­ver­si­che­rung und eine