Der Schuld­ner und die GmbH

D

Ei­ne Kon­stel­la­ti­on, die in der Pra­xis im­mer wie­der auf­taucht: Der Schuld­ner — ei­ne na­tür­li­che Per­son — steht in ei­nem un­kla­ren Zu­sam­men­hang mit ei­ner GmbH oder UG. Wel­che Mög­lich­kei­ten ha­ben der Gläu­bi­ger bzw. die Voll­stre­ckungs­be­hör­de für die Sach­auf­klä­rung? Wel­che Pfän­dun­gen könn­ten im Raum stehen?

1. Sach­auf­klä­rung

Ziel der Sach­auf­klä­rung ist die Fest­stel­lung, ob der Schuldner

  • Ge­sell­schaf­ter und/oder
  • Ge­schäfts­füh­rer

der GmbH oder UG ist.

Ent­spre­chen­de Er­kennt­nis­se kön­nen sich zum ei­nen na­tür­lich aus dem Ver­mö­gens­ver­zeich­nis er­ge­ben. Das ist je­doch zu­wei­len nicht aussagekräftig. 

a) Ge­sell­schaf­ter

Des­halb kann es zum ei­nen Sinn ma­chen, die Ge­sell­schaf­ter­stel­lung über das Han­dels­re­gis­ter zu re­cher­chie­ren. Al­ler­dings tau­chen die Ge­sell­schaf­ten ei­ner GmbH oder UG nicht im Han­dels­re­gis­ter­aus­zug auf. Sie er­ge­ben sich nur aus der Ge­sell­schafter­lis­te. Die­se Ge­sell­schafter­lis­te muss die GmbH bzw. UG bei ih­rer An­mel­dung ein­rei­chen (§ 2 Abs. 1a S. 4, § 8 Abs. 1 Nr. 3 GmbHG). Auch al­le Än­de­run­gen wer­den z…

von Martin Benner

Ka­te­go­rien