Martin Benner

Zwangsvollstreckung, Beitreibung und ein Hauch von Jugendhilfe

Aktuellste Beiträge

Zu­gang von ein­fa­chen Briefsendungen

Es ist ei­ne Pro­ble­ma­tik, die in der Bei­trei­bung im­mer wie­der vor­kommt: Die Voll­stre­ckungs­be­hör­de ver­schickt ei­ne Brief­sen­dung durch (form­lo­se) Auf­ga­be zur Post und der Schuld­ner gibt spä­ter an, sie nicht er­hal­ten zu ha­ben. Häu­fig han­delt es sich da­bei um den Grund­ver­wal­tungs­akt oder die Mah­nung. Was gilt in die­sen Fällen?  In § 41 Abs. 2 S. 3 Hs. 2 VwVfG...

Neue Re­gel­be­dar­fe ab 01.01.2022

Die neu­en Re­gel­be­dar­fe ab 01.01.2022 wur­den im BGBl. be­kannt­ge­macht. Sie sind in der Zwangs­voll­stre­ckung und Bei­trei­bung an ver­schie­de­nen Stel­len von Be­deu­tung, z. B. der Nicht­be­rück­sich­ti­gung von Un­ter­halts­be­rech­tig­ten mit ei­ge­nen Ein­künf­ten nach § 850c Abs. 6 ZPO oderder Voll­stre­ckung pri­vi­le­gier­ter For­de­run­gen wie Un­ter­halt i. S. d. § 850d Abs...

Pfän­dung ge­nos­sen­schafts­recht­li­cher An­sprü­che nicht vergessen

Deut­sche Ge­nos­sen­schaf­ten ver­füg­ten im Jahr 2019 über rd. 22,8 Mio. Mit­glie­der (Stap­pel, Deut­sche Ge­nos­sen­schaf­ten 2020, S. 39). Ge­nos­sen­schafts­recht­li­che Ver­mö­gens­an­sprü­che sind da­her auch für die Be­trei­bung und Zwangs­voll­stre­ckung von prak­ti­scher Bedeutung. Hin­wei­se auf et­wai­ge Mit­glied­schaf­ten des Schuld­ners in Ge­nos­sen­schaf­ten kön­nen Gläu­bi­ger...

Ver­mö­gens­aus­kunft und er­krank­te Schuldner

Der Schuld­ner er­teilt die Ver­mö­gens­aus­kunft nicht. Er leg­te be­reits mehr­fach das At­test ei­nes Arz­tes vor, wo­nach er be­hörd­lich nicht ver­neh­mungs­fä­hig sei. Was kön­nen Gläu­bi­ger bzw. Voll­stre­ckungs­be­hör­de tun? Tat­säch­lich kann ei­ne Er­kran­kung ei­nen ent­schul­di­gen­den Grund dar­stel­len, aus dem der Schuld­ner an der Ab­ga­be der Ver­mö­gens­aus­kunft...

Um­gang mit nicht ver­wert­ba­rem Pfandgut

Was macht der Ge­richts­voll­zie­her bzw. die Voll­stre­ckungs­be­hör­de mit Pfand­gut, das nicht ver­wer­tet wer­den konn­te? Bei­spiel: Der Voll­stre­ckungs­au­ßen­dienst pfän­det beim Schuld­ner ei­ne Uhr, die für das er­for­der­li­che Min­dest­ge­bot je­doch kei­nen Er­ste­her findet. Grund­sätz­lich ist das Pfand­gut dem Schuld­ner zu­rück­zu­ge­ben, wenn die Pfän­dung bei ihm er­folgt ist...

Selb­stän­di­ger oder Frei­be­ruf­ler oh­ne Auf­trä­ge oder Außenstände

Ein wei­te­res, im­mer wie­der auf­tre­ten­des Pro­blem bei der Ver­mö­gens­aus­kunft: Der Schuld­ner gibt im Ver­mö­gens­ver­zeich­nis an, selb­stän­dig oder frei­be­ruf­lich tä­tig zu sein, aber der­zeit we­der Auf­trä­ge noch Au­ßen­stän­de zu ha­ben. Teil­wei­se wird auch die Hö­he ei­nes mo­nat­li­chen Um­satz bzw. Ge­winns of­fen­bart, aber dem Er­gän­zungs­blatt I kann der Gläu­bi­ger...

Ka­te­go­rien