Pfän­dung von GmbH-Anteilen

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Hier ha­be ich dar­ge­stellt, wel­che Mög­lich­kei­ten der Gläu­bi­ger zur Sach­auf­klä­rung hat, wenn der Schuld­ner als na­tür­li­che Per­son in ei­nem un­kla­ren Zu­sam­men­hang mit ei­ner GmbH oder UG steht. Da­bei ging es um die Fest­stel­lung, ob der Schuld­ner Ge­sell­schaf­ter und/oder Ge­schäfts­füh­rer der GmbH oder UG ist. Aber wie geht es an­schlie­ßend mit der Pfän­dung weiter?

1. Ge­schäfts­füh­rer­ver­gü­tung

Die Ge­schäfts­füh­rer­ver­gü­tung wird von ei­ner Pfän­dung der Ge­sell­schafts­an­tei­le nicht er­fasst und muss da­her se­pa­rat er­fol­gen. Bei ihr han­delt es sich voll­stre­ckungs­recht­lich in der Re­gel um Ar­beits­ein­kom­men, so dass ei­ne nor­ma­le Lohn­pfän­dung (“An­spruch A”) er­fol­gen kann. Die­se Lohn­pfän­dung streckt sich auch auf et­wai­ge Ver­gü­tungs­an­sprü­che des Schuld­ners ge­gen die GmbH für an­de­re per­sön­li­che Diens­te, die Ar­beits­ein­kom­men i. S. d. § 850 ZPO sind. Dritt­schuld­ner ist die GmbH. Auf die An­ga­be ei­nes Ver­tre­ters kann bei der Dritt­schuld­ner­be­zeich­nung ver­zich­tet wer­den (BGH, Be­schluss vom 02.12.2015, Az. VII ZB 36/13).

In wel­chem Um­fang der…

von MartinBenner

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