Im­mer wie­der er­klä­ren Schuld­ner im Ver­mö­gens­ver­zeich­nis, dass sie kos­ten­frei woh­nen wür­den, z. B. bei ih­rer Mut­ter oder Freun­den und Be­kann­ten. Wel­che Aus­wir­kun­gen hat das auf den pfand­frei­en Be­trag bei der Voll­stre­ckung in den Lohn, die So­zi­al­leis­tun­gen oder das Kon­to des Schuld­ner? Kann ab in die­sen Fäl­len ab­ge­senkt werden?

Da­für ist zwi­schen der Voll­stre­ckung ge­wöhn­li­cher For­de­run­gen (z. B. Ab­ga­ben- oder Dar­le­hens­for­de­run­gen) und be­vor­rech­tig­ter For­de­run­gen (z. B. Kin­des­un­ter­halt) zu unterscheiden.

1. Ge­wöhn­li­che Forderungen

Der pfand­freie Be­trag nach § 850c ZPO ent­hält Be­trä­ge für die Kos­ten der Un­ter­kunft und Hei­zung des Schuld­ners. Hat er je­doch kei­ne ent­spre­chen­den Auf­wen­dun­gen, er­scheint es auch nicht ge­recht­fer­tigt, ihm den vol­len pfand­frei­en Be­trag zu be­las­sen. Lei­der hat der BGH, Be­schluss vom 12.12.2003, Az. IXa ZB 226/03, Kos­ten­frei woh­nen­der Vollstreckungsschuldner

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