Pfän­dung von Kurzarbeitergeld

Pfän­dung von Kurzarbeitergeld

[Ak­tua­li­sier­te Fas­sung] In Zei­ten von Co­ro­na nimmt der Be­zug von Kurz­ar­bei­ter­geld (§§ 95 ff. SGB III) mas­siv zu. Un­ter den Be­trof­fe­nen be­fin­den sich na­tur­ge­mäß auch vie­le Voll­stre­ckungs­schuld­ner, bei de­nen bei­spiels­wei­se Ab­ga­ben­for­de­run­gen, Buß­gel­der, Un­ter­halt oder an­de­re pri­­vat-rech­t­­li­che Geld­for­de­run­gen bei­ge­trie­ben wer­den sollen.

Be­vor­rech­tig­te bzw. pri­vi­le­gier­te Forderungen

Be­vor­rech­tig­te bzw. pri­vi­le­gier­te Forderungen

In der pri­­vat- und öf­­f­en­t­­lich-rech­t­­li­chen Zwangs­voll­stre­ckung gibt es ver­schie­de­ne For­de­rungs­ar­ten, die be­vor­rech­tigt bzw. pri­vi­le­giert voll­streckt wer­den dür­fen. Es han­delt sich um For­de­run­gen aus vor­sätz­lich be­gan­ge­nen Hand­lun­gen (§ 850f Abs. 2 ZPO), dar­un­ter pri­­vat-rech­t­­li­che For­de­run­gen aus vor­sätz­lich be­gan­ge­nen Hand­lun­gen, z. B. Scha­dens­er­satz nach

Be­rech­nungs­bei­spiel zur Voll­stre­ckung pri­vi­le­gier­ter For­de­run­gen ge­gen ver­hei­ra­te­te Schuldner

Be­rech­nungs­bei­spiel zur Voll­stre­ckung pri­vi­le­gier­ter For­de­run­gen ge­gen ver­hei­ra­te­te Schuldner

For­de­run­gen aus vor­sätz­lich be­gan­ge­nen Hand­lun­gen (§ 850f Abs. 2 ZPO), be­stimm­te Un­ter­halts­for­de­run­gen (§ 850d ZPO) so­wie — je nach Lan­des­recht — u. a. Buß- und Zwangs­gel­der (vgl. z. B. § 55 S. 2 VwVG LSA) sind in der Zwangs­voll­stre­ckung be­vor­rech­tigt, d. h. vor allem

Pfand­frei­er Be­trag bei Un­ter­halts­voll­stre­ckung und lau­fen­dem UVG-Bezug

Pfand­frei­er Be­trag bei Un­ter­halts­voll­stre­ckung und lau­fen­dem UVG-Bezug

Fol­gen­de Fall­kon­stel­la­ti­on: Das Land voll­streckt rück­stän­di­gen, nach § 7 UVG über­ge­gan­ge­nen Un­ter­halt. Dem Kind, des­sen Un­ter­halts­an­sprü­che über­ge­gan­gen sind, ge­währt der Schuld­ner kei­nen lau­fen­den Un­ter­halt. Er hat je­doch ein wei­te­res min­der­jäh­ri­ges Kind, das in sei­nem Haus­halt lebt und für das er

Voll­jäh­ri­ge Kin­der bei der Unterhaltsvollstreckung

Voll­jäh­ri­ge Kin­der bei der Unterhaltsvollstreckung

Ein Bei­stand oder Sach­be­ar­bei­ter für das UVG liest im Ver­mö­gens­ver­zeich­nis, dass der Schuld­ner ein wei­te­res Kind hat, dem er lau­fen­den Bar- oder Na­tu­ral­un­ter­halt ge­währt. Al­ler­dings ist die­ses Kind voll­jäh­rig. Was könn­te der Bei­stand oder UVG-Sach­­be­ar­­bei­­ter in die­sem Fall im Antrag