In ei­nem Se­mi­nar kam kürz­lich die Auf­fas­sung auf, dass Zwangs­si­che­rungs­hy­po­the­ken nur we­gen “grund­stücks­be­zo­ge­ner For­de­run­gen“ (z. B. Grund­steu­ern) im Grund­buch ein­ge­tra­gen wer­den könn­ten.

Dar­auf gibt es ei­ne kla­re Ant­wort: Das trifft nicht zu.

Die Vor­aus­set­zun­gen für die Ein­tra­gung von Zwangs­si­che­rungs­hy­po­the­ken sind in

ge­re­gelt.

Kei­ne die­ser Vor­schrif­ten schränkt die Ar­ten von For­de­run­gen ein, die für Zwangs­si­che­rungs­hy­po­the­ken in Be­tracht kom­men. Le­dig­lich die Hö­he der For­de­run­gen wird nach un­ten be­grenzt (§ 866 Abs. 3 ZPO).

Des­halb kön­nen Zwangs­si­che­rungs­hy­po­the­ken, wenn al­le wei­te­ren Vor­aus­set­zun­gen vor­lie­gen, bei­spiels­wei­se auch ein­ge­tra­gen wer­den für rück­stän­di­ge

  • Buß­gel­der (Mitsch, in: Karls­ru­her Kom­men­tar zum OWiG, 5. Auf­la­ge 2018, § 90 Rn. 20),
  • Un­ter­halts­for­de­run­gen (vgl. Hamm, in Beck­OF Pro­zess, 43. Edi­ti­on 2020, Form. 7.11.2),
  • Ge­wer­be­steu­ern (z. B. OLG Mün­chen, Be­schluss vom 06.10.2014, Az. 34 Wx 354/14) und
  • so­zi­al­recht­li­che For­de­run­gen (vgl. He­ße, in Beck­OK So­zi­al­recht, 56. Edi­ti­on 2020, § 66 Rn. 11).

Bit­te be­ach­ten Sie die Nut­zungs­be­din­gun­gen.

Zwangs­si­che­rungs­hy­po­thek und For­de­rungs­art