Zwangs­haft & Zwangsgeld

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Zur Voll­stre­ckung von Hand­lun­gen, Dul­dun­gen und Un­ter­las­sun­gen se­hen die Ge­set­ze der Län­der u. a. Zwangs­gel­der und Zwangs­haft vor. In wel­chem Ver­hält­nis ste­hen die­se bei­den In­stru­men­te zueinander?

In § 23 Abs. 1 S. 1 SächsVwVG heißt es beispielsweise:

Ist das Zwangs­geld un­ein­bring­lich, so kann das Amts­ge­richt auf An­trag der Voll­stre­ckungs­be­hör­de nach An­hö­rung des Voll­stre­ckungs­schuld­ners ei­nen Haft­be­fehl erlassen […]

§ 23 Abs. 1 S. 1 SächsVwVG

Das Zwangs­geld muss al­so “un­ein­bring­lich” sein, da­mit das Amts­ge­richt ein (Ersatz-)Zwangshaft an­ord­net. Das muss die Be­hör­de dem Ge­richt dar­le­gen. Da­zu das VG Mei­nin­gen, Be­schluss vom 14.09.1999, Az. 8 V 441/99:

Die für die An­ord­nung der Er­satz­zwangs­haft er­for­der­li­che Un­ein­bring­lich­keit ist dann ge­ge­ben, wenn die Bei­trei­bung des Zwangsgeldes…

von Martin Benner

Ka­te­go­rien