Zu­stel­lung pri­vat­recht­li­cher Ti­tel im Parteibetrieb

Z

Ei­ne all­ge­mei­ne Vor­aus­set­zung der pri­vat­recht­li­chen Zwangs­voll­stre­ckung ist be­kannt­lich die Zu­stel­lung des Ti­tels und z. B. der Rechts­nach­fol­ge­klau­sel oder der in ihr be­zeich­ne­ten Nach­weis­ur­kun­den (§ 750 Abs. 1, 2 ZPO). So­weit kei­ne Zu­stel­lung von Amts we­gen vor­ge­se­hen ist, muss der Gläu­bi­ger für ei­ne Zu­stel­lung im Par­tei­be­trieb sor­gen. Das gilt bei­spiels­wei­se für voll­streck­ba­re Ur­kun­den, Rechts­nach­fol­ge­klau­seln und die Nach­weis­ur­kun­den. Aber wie er­folgt die­se Zu­stel­lung? Kann der Gläu­bi­ger selbst die Zu­stel­lung durch die Post mit Zu­stel­lungs­ur­kun­de oder Ein­schrei­ben beauftragen?

Die Zu­stel­lung auf Be­trei­ben der Par­tei­en ist in den §§ 191 ff. ZPO ge­re­gelt. Da­nach er­fol­gen die von den Par­tei­en zu be­trei­ben­den Zu­stel­lun­gen im In­land durch den Ge­richts­voll­zie­her (§ 192 S. 1 ZPO). Der Ge­richts­voll­zie­her nimmt die Zu­stel­lung sei­ner­seits selbst vor oder be­auf­tragt die Post mit der Aus­füh­rung der Zu­stel­lung (§§ 193, 194 ZPO).

Ei­ne Zu­stel­lung durch den Gläu­bi­ger an den Schuld­ner oh­ne Be­tei­li­gung des Ge­richts­voll­zie­hers kennt die ZPO da­ge­gen nur bei der Zu­stel­lung von An­walt zu An­walt nach 

von Martin Benner

Ka­te­go­rien