Zu­stän­di­ges Vollstreckungsgericht

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In der Pra­xis tauch­te kürz­lich der fol­gen­de Sach­ver­halt auf: Der Schuld­ner ei­ner pri­vat-recht­li­chen Geld­for­de­rung hat­te und hat sei­nen Wohn­sitz aus­schließ­lich im Aus­land. Der Gläu­bi­ger konn­te je­doch ei­nen Ar­beit­ge­ber mit Sitz in Deutsch­land er­mit­teln, bei dem der Schuld­ner be­schäf­tigt ist. Da­her soll das Ar­beits­ein­kom­men ge­pfän­det wer­den. Doch wel­ches Voll­stre­ckungs­ge­richt ist für den Er­lass des Pfän­dungs- und Über­wei­sungs­be­schlus­ses ört­lich zuständig?

Der ers­te Teil der Ant­wort ver­birgt sich in § 828 Abs. 2 ZPO. Dort heißt es: “Als Voll­stre­ckungs­ge­richt ist das Amts­ge­richt, bei dem der Schuld­ner im In­land sei­nen all­ge­mei­nen Ge­richts­stand hat, und sonst das Amts­ge­richt zu­stän­dig, bei dem nach § 23 ge­gen den Schuld­ner Kla­ge er­ho­ben wer­den kann.” Den zwei­ten Ant­wort­teil lie­fert § 23 ZPO: “Für Kla­gen we­gen ver­mö­gens­recht­li­cher An­sprü­che ge­gen ei­ne Per­son, die im In­land kei­nen Wohn­sitz hat, ist das Ge­richt zu­stän­dig, in des­sen Be­zirk sich Ver­mö­gen der­sel­ben […] be­fin­det. Bei For­de­run­gen gilt als der Ort, wo das Ver­mö­gen sich be­fin­det, der Wohn­sitz des Schuldners […].”

Mit “Schuld­ner” in 

von Martin Benner

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