Es ist ei­ne Pro­ble­ma­tik, die in der Bei­trei­bung im­mer wie­der vor­kommt: Die Voll­stre­ckungs­be­hör­de ver­schickt ei­ne Brief­sen­dung durch (form­lo­se) Auf­ga­be zur Post und der Schuld­ner gibt spä­ter an, sie nicht er­hal­ten zu ha­ben. Häu­fig han­delt es sich da­bei um den Grund­ver­wal­tungs­akt oder die Mah­nung. Was gilt in die­sen Fällen? 

In § 41 Abs. 2 S. 3 Hs. 2 VwVfG und den ent­spre­chen­den Re­ge­lun­gen der Län­der heißt es: 

im Zwei­fel hat die Be­hör­de den Zu­gang des Ver­wal­tungs­ak­tes […] nachzuweisen.

§ 41 Abs. 2 S. 3 Hs. 2 VwVfG

Das gilt im Üb­ri­gen glei­cher­ma­ßen für die Mah­nung (auch wenn sie kein Verwaltungsakt). 

Mit der Fra­ge, wann der­ar­ti­ge Zwei­fel be­stehen und die Be­hör­de den Zu­gang be­wei­sen muss, hat sich ak­tu­ell das OVG Ham­burg be­fasst und ein­mal mehr fest­ge­stellt, was zahl­rei­che Ge­rich­te schon zu­vor ent­schie­den ha­ben. Grund­sätz­lich ge­nügt ein ein­fa­ches Be­strei­ten des Adres­sa­ten, d. h. der schlich­te Vor­trag, die Sen­dung nicht er­hal­ten zu haben: 

Falls der Adres­sat ei­nes Bescheides [.…

Zu­gang von ein­fa­chen Briefsendungen