Zah­lungs­ver­jäh­rung von KiTa-Kostenbeiträgen

Z

Wer­den für die Nut­zung kom­mu­na­ler Kin­der­ta­ges­ein­rich­tun­gen und Kin­der­ta­ges­pfle­ge­stel­len öf­fent­lich-recht­li­che Kos­ten­bei­trä­ge (“El­tern­bei­trä­ge”) er­ho­ben, stellt sich im Rah­men der Bei­trei­bung die Fra­ge, nach wel­chen Be­stim­mun­gen sich die Zah­lungs­ver­jäh­rung die­ser For­de­run­gen rich­tet. Gel­ten da­für die §§ 228 ff. AO i. V. m. dem je­wei­li­gen Kom­mu­nal­ab­ga­ben­ge­setz, weil es sich um Be­nut­zungs­ge­büh­ren handelt?

Tat­säch­lich ist für die Zah­lungs­ver­jäh­rung ent­schei­dend, wel­chen recht­li­chen Cha­rak­ter die Kos­ten­bei­trä­ge ha­ben. Auf den ers­ten Blick könn­ten sie Kom­mu­nal­ab­ga­ben in der Form von Be­nut­zungs­ge­büh­ren sein. Das ist je­doch nicht der Fall:

Die Kos­ten­bei­trä­ge i.S.d. § 90 Abs. 1 SGB VIII, § 13 Abs. 1 S. 1 Ki­FöG LSA sind kei­ne kom­mu­na­le Ab­ga­be i.S.d. § 1 Abs. 1 KAG LSA (Steu­er, Ge­bühr oder Bei­trag), ins­be­son­de­re kei­ne Be­nut­zungs­ge­bühr i.S.d. § 5 KAG LSA, son­dern ei­ne öf­fent­lich-recht­li­che Ab­ga­be ei­ge­ner Art […]. Von der Be­nut­zungs­ge­bühr un­ter­schei­den sich die Kos­ten­bei­trä­ge vor al­lem da­durch, dass ih­nen das ge­büh­ren­ty­pi­sche Kos­ten­de­ckungs­prin­zip im Sin­ne ei­ner an­ge­streb­ten voll­stän­di­gen De­ckung der Be­triebs­kos­ten und der ge­büh­ren­ty­pi­sche Grund­satz der spe­zi­el­len Ent­gelt­lich­keit nicht im­ma­nent ist.

OVG Mag­de­burg, Ur­teil vom 21.01.2020, Az. 
von Martin Benner

Ka­te­go­rien