Bei For­de­run­gen, de­ren Ver­jäh­rung sich nach der AO rich­tet, wird die Zah­lungs­ver­jäh­rung u. a. durch ei­ne Voll­stre­ckungs­maß­nah­me un­ter­bro­chen (§ 231 Abs. 1 S. 1 Nr. 3 AO). Da­bei ist zwi­schen ei­ner punk­tu­el­len (231 Abs. 1 AO) und dau­er­haf­ten Un­ter­bre­chung (§ 231 Abs. 2 AO). zu un­ter­schei­den. Bei be­stimm­ten Voll­stre­ckungs­maß­nah­men er­streckt sich die Un­ter­bre­chung über ei­ne be­stimm­ten Zeit­raum. Wird bei­spiels­wei­se ei­ne Zwangs­si­che­rungs­hy­po­thek in das Grund­buch ein­ge­tra­gen, dau­ert die Un­ter­bre­chung so­lan­ge fort, wie die Hy­po­thek Be­stand hat (§ 231 Abs. 2 S. 1 Nr. 3 Alt. 2 AO). Die neue fünf­jäh­ri­ge Ver­jäh­rungs­frist be­ginnt in die­sem Fall erst mit dem Ab­lauf des Ka­len­der­jahrs, in dem die Hy­po­thek er­lo­schen ist (§ 231 Abs. 3 AO). Bei an­de­ren Voll­stre­ckungs­maß­nah­men wirkt die Un­ter­bre­chung da­ge­gen nur punk­tu­ell, so dass die neue Ver­jäh­rungs­frist nach § 231 Abs. 3 AO so­fort mit dem Be­ginn des nächs­ten Ka­len­der­jah­res an­fängt. Das gilt bei­spiels­wei­se für die Ab­nah­me der Ver­mö­gens­aus­kunft. Hier greift § 231 Abs. 2 S. 1 AO nicht, so dass es bei § 231 Abs. 1 AO bleibt. 

Wie aber ver­hält es sich beim Zu­griff auf künf­ti­ge For­de­run­gen, wenn z. B. der An­spruch ei­nes 30-Jäh­ri­gen auf künf­ti­ge Al­ters­ren­te ge­pfän­det wird.

In je­dem Fall führt die Pfän­dung zu ei­ner punk­tu­el­len Un­ter­bre­chung nach § 231 Abs. 1 S. 1 Nr. 3 AO. Das wä­re selbst dann der Fall, wenn sie ins Lee­re geht, z. B. weil es sich nicht um den rich­ti­gen Ren­ten­ver­si­che­rungs­trä­ger ge­han­delt hat.

Geht die Pfän­dung nicht ins Lee­re, stellt sich die Fra­ge, ob dar­über hin­aus ei­ne Dau­er­bre­chung nach § 231 Abs. 2 S. 1 AO vor­liegt. Vor­aus­set­zung ist da­für nach dem Wort­laut von § 231 Abs. 2 S. 1 Nr. 3 AO die Ent­ste­hung ei­nes Pfän­dungs­pfand­rechts. Bei der Pfän­dung ei­ner künf­ti­gen Forderu…

Zah­lungs­ver­jäh­rung bei der Pfän­dung künf­ti­ger Forderungen