Die Voll­stre­ckungs­be­hör­de kann den Ge­richts­voll­zie­her um die Bei­trei­bung in das be­weg­li­che Ver­mö­gen und die Ab­nah­me der Ver­mö­gens­aus­kunft er­su­chen (vgl. zB § 15a Abs. 1, § 16 Abs. 3 BW LVwVG; § 14 Abs. 2, § 17 Abs. 1 SächsVwVG). Ge­gen die “Art und Wei­se der Zwangs­voll­stre­ckung oder das vom Ge­richts­voll­zie­her bei ihr zu be­ob­ach­ten­de Ver­fah­ren” kann sich der Schuld­ner un­pro­ble­ma­tisch mit der Er­in­ne­rung nach § 766 ZPO zur Wehr set­zen (vgl. zB § 15a Abs. 3 BW LVwVG; § 14 Abs. 2 S. 2 SächsVwVG). Er kann auf die­sem Weg zB rü­gen, dass ei­ne un­pfänd­ba­re Sa­che ge­pfän­det wur­de (vgl. § 811 ZPO), er kei­nen Ge­wahr­sam an der ge­pfän­de­ten Sa­che hat­te (vgl. § 808 ZPO) oder die zwei­jäh­ri­ge Sperr­frist bei der Ver­mö­gens­aus­kunft läuft (vgl. § 802d ZPO). Aber kann er ei­nen — lan­des­recht­lich nicht ab­ge­schaff­ten —  Wi­der­spruch nach § 68 Abs. 1 Vw­GO er­he­ben, wenn er das Voll­stre­ckungs­er­su­chen für un­zu­läs­sig hält, weil ihm der zu voll­stre­cken­de Grund­ver­wal­tungs­akt nicht zu­ge­gan­gen ist?

Die Ant­wort ver­birgt sich im Prü­fungs­um­fang des Ge­richts­voll­zie­hers. Zwei­fels­oh­ne prüft er bei­spiels­wei­se, ob er für die be­gehr­te Voll­stre­ckung sach­lich und ört­lich zu­stän­dig ist und die Vor­aus­set­zun­gen für die be­gehr­ten Maß­nah­men nach der ZPO vor­lie­gen, et­wa ob der Schuld­ner bei ei­ner Pkw-Pfän­dung Ge­wahr­sams­in­ha­ber ist (vgl. § 808 ZPO), es sich um ei­ne pfänd­ba­re Sa­che han­delt (vgl. § 811 ZPO) oder die zwei­jäh­ri­ge Sperr­frist der Ver­mö­gens­aus­kunft ab­ge­lau­fen ist (vgl. § 802d ZPO). Er prüft au­ßer­dem, ob es sich bei der er­su­chen­de Be­hör­de um ei­ne Voll­stre­ckungs­be­hör­de iSd des je­wei­li­gen Ver­wal­tungs­voll­stre­ckungs­ge­set­zes han­delt und sie (abs­trakt) er­mäch­tigt ist, ein ent­spre­chen­den Er­su­chen zu stell…

Wi­der­spruch ge­gen Vollstreckungsersuchen