Im­mer wie­der tau­chen in der Voll­stre­ckung min­der­jäh­ri­ge Schuld­ner auf. Doch was ist da­bei zu be­ach­ten? Und was ist das “Min­der­jäh­ri­gen­haf­tungs­be­schrän­kungs­ge­setz”?

Grund­sätz­lich wird ge­gen Min­der­jäh­ri­ge ge­nau­so voll­streckt wie ge­gen Voll­jäh­ri­gen — von der Ab­ga­be ei­ner Ver­mö­gens­aus­kunft bis zur For­de­rungs­pfän­dung. In Ein­zel­fäl­len kann das durch­aus er­folg­reich sein. So liegt zwar ei­ne et­wai­ge Lehr­ver­gü­tung über­wie­gend un­ter­halb der Pfän­dungs­frei­gren­zen, aber der Min­der­jäh­ri­ge könn­te z. B. Spar­gut­ha­ben und Wert­pa­pie­re ha­ben. Auch Ein­künf­te aus selb­stän­di­ger Tä­tig­keit, Miet­ein­nah­men oder Im­mo­bi­liarei­gen­tum sind nicht aus­zu­schlie­ßen. Da­her ist je­den­falls die Ab­ga­be ei­ner Ver­mö­gens­aus­kunft sinnvoll. 

Zu be­ach­ten sind bei ei­ner Voll­stre­ckung ge­gen Min­der­jäh­ri­ge aber zwei Besonderheiten: 

1. Der Min­der­jäh­ri­ge wird grund­sätz­lich ge­setz­lich ver­tre­ten, d. h. ei­ne Ver­mö­gens­aus­kunft über sein Ver­mö­gen gibt der ge­setz­li­che Ver­tre­ter ab und ei­ne Pfän­dungs- und Über­wei­sungs­be­schluss bzw.…

Voll­stre­ckung ge­gen Minderjährige