Ver­wer­tung ge­pfän­de­ter GmbH-Anteile

V

Wur­de ein An­teil des Schuld­ners an ei­ner GmbH er­folg­reich ge­pfän­det (da­zu hier mehr), stellt sich die Fra­ge nach sei­ner Ver­wer­tung. In Be­tracht kom­men vor al­lem die öf­fent­li­che Ver­stei­ge­rung des An­teils oder sein frei­hän­di­ger Ver­kauf (z. B. an ei­nen an­de­ren Ge­sell­schaf­ter der GmbH). Doch was ist da­für zu tun?

1. Über­wei­sung zur Ein­zie­hung und Kündigung

Im Re­gel­fall wird gleich­zei­tig mit ei­nem Pfän­dungs­be­schluss bzw. ei­ner Pfän­dungs­ver­fü­gung ein Über­wei­sungs­be­schluss bzw. ei­ne Ein­zie­hungs­ver­fü­gung er­las­sen (“Zu­gleich wird dem Gläu­bi­ger die zu­vor be­zeich­ne­te For­de­rung in Hö­he des ge­pfän­de­ten Be­tra­ges zur Ein­zie­hung über­wie­sen.”). Das kommt für ge­pfän­de­te GmbH-An­tei­le aber nur in Be­tracht, wenn die Sat­zung der GmbH vor­sieht, dass sie bei Kün­di­gung durch ei­nen Ge­sell­schaf­ter auf­ge­löst ist (vgl. § 60 Abs. 2 GmbH). Das ist zum Zeit­punkt der Pfän­dung der Ge­sell­schafts­an­tei­le häu­fig nicht be­kannt. Da­her wer­den sie in der Re­gel zu­nächst von der Über­wei­sung bzw. Ein­zie­hung aus­ge­nom­men (sie­he hier).

Der Gläu­bi­ger kann je­doch durch Ein­sicht in die Han­dels­re­gis­ter­ak­ten fest­stel­len, ob die Sat­zung der GmbH vor­sieht, dass sie bei der Kün­di­gung durch ei­nen Ge­sell­schaf­ter auf­ge­löst ist (vgl. § 60 Abs. 2 GmbH). Ent­hält die S…

von Martin Benner

Ka­te­go­rien