Wur­de ein An­teil des Schuld­ners an ei­ner GmbH er­folg­reich ge­pfän­det, stellt sich die Fra­ge nach sei­ner Ver­wer­tung. In Be­tracht kom­men vor al­lem die öf­fent­li­chen Ver­stei­ge­rung des An­teils oder sein frei­hän­di­gen Ver­kauf (z. B. an ei­nen an­de­ren Ge­sell­schaf­ter der GmbH). Doch was ist da­für zu tun?

1. Über­wei­sung zur Ein­zie­hung und Kündigung

Der Gläu­bi­ger soll­te zu­nächst durch Ein­sicht in die Han­dels­re­gis­ter­ak­ten fest­stel­len, ob die Sat­zung der GmbH vor­sieht, dass sie bei der Kün­di­gung durch ei­nen Ge­sell­schaf­ter auf­ge­löst ist (vgl. § 60 Abs. 2 GmbH). Das wird häu­fig nicht der Fall sein. Ver­hält es sich an­ders und ent­hält die Sat­zung ei­ne ent­spre­chen­de Be­stim­mung, kann der Gläu­bi­ger sich den ge­pfän­de­ten GmbH-An­teil (wie ei­ne For­de­rung) zur Ein­zie­hung über­wei­sen las­sen und an­schlie­ßend das (als Ne­ben­recht mit­ge­pfän­de­te) Kün­di­gungs­recht aus­üben (Rie­del, in: Beck­OK-ZPO, § 857 Rn. 76). 

2. An­der­wei­ti­ge Verwertung

In der Re­gel wird je­doch eine …

Ver­wer­tung ge­pfän­de­ter GmbH-Anteile
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