Der Schuld­ner er­teilt die Ver­mö­gens­aus­kunft nicht. Er leg­te be­reits mehr­fach das At­test ei­nes Arz­tes vor, wo­nach er be­hörd­lich nicht ver­neh­mungs­fä­hig sei. Was kön­nen Gläu­bi­ger bzw. Voll­stre­ckungs­be­hör­de tun?

Tat­säch­lich kann ei­ne Er­kran­kung ei­nen ent­schul­di­gen­den Grund dar­stel­len, aus dem der Schuld­ner an der Ab­ga­be der Ver­mö­gens­aus­kunft ge­hin­dert ist. Da­zu müss­te die Er­kran­kung ei­ne Ab­ga­be al­ler­dings un­zu­mut­bar ma­chen, weil ei­ne Ge­sund­heits­ge­fähr­dung droht. Das lässt sich nur im kon­kre­ten Ein­zel­fall be­ur­tei­len. In der Pra­xis schei­tert es je­doch in der Re­gel be­reits an aus­rei­chen­den Nach­wei­sen, die der Schuld­ner bei­brin­gen muss.

Un­strit­tig ge­nügt ei­ne blo­ße Ar­beits­un­fä­hig­keits­be­schei­ni­gung nicht, um ei­nen ent­schul­di­gen­den Ver­hin­de­rungs­grund in Form ei­ner Krank­heit nach­zu­wei­sen (LG Ra­vens­burg, Be­schluss vom 15.10.2020, Az. 4 T 36/20; LG Ge­ra, Be­schluss vom 25.04.2017, Az. 5 T 120/17). Sie sagt nichts dar­über aus, ob dem Schuld­ner Ab­ga­be der Ver­mö­gens­aus­kunft zu­mut­bar ist.

Teil­wei­se wird es als aus­rei­chend an­ge­se­hen, wenn der Schuld­ner ei­ne blo­ße Besche…

Ver­mö­gens­aus­kunft und er­krank­te Schuldner