Ver­jäh­rung von Er­stat­tungs­for­de­run­gen aus Zuwendungen

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Ei­ne Fra­ge, die sich auch in kom­mu­na­len Voll­stre­ckungs­be­hör­de hin und wie­der stellt: Wie ver­jährt ein An­spruch auf Er­stat­tung von Zu­wen­dun­gen, z. B. aus kom­mu­na­len För­der­pro­gram­men? Und wel­che Be­deu­tung hat in die­sem Zu­sam­men­hang das Ur­teil des BVerwG vom 15.03.2017, Az. 10 C 3.16, wo­nach die „drei­jäh­ri­ge Ver­jäh­rungs­frist in ent­spre­chen­der An­wen­dung von § 195 BGB An­wen­dung“ findet?

Zu­nächst zur recht­li­chen Ein­ord­nung: Es geht um ei­nen Er­stat­tungs­an­spruch nach z. B. § 49a VwVfG (i. V. m. der je­wei­li­gen lan­des­recht­li­chen Ver­wei­sungs­norm) bzw. § 50 SGB X, nach­dem der Zu­wen­dungs­be­scheid, z. B. we­gen ei­ner nicht zweck­ent­spre­chen­den Ver­wen­dung der För­der­mit­tel, mit Wir­kung für die Ver­gan­gen­heit wi­der­ru­fen wurde.

Auch bei die­sem Er­stat­tungs­an­spruch muss zwi­schen Fest­set­zungs- und Zah­lungs­ver­jäh­rung un­ter­schie­den werden: 

1. Fest­set­zungs­ver­jäh­rung

Die Frist der Fest­set­zungs­ver­jäh­rung be­trägt drei Jah­re. Das er­gibt sich aus dem Lan­des­recht, z. B. § 3 Abs. 1 SächsVwVfZG, und hilfs­wei­se § 195 BGB. Dar­auf (und nicht et­wa auf die Zah­lungs­ver­jäh­rung) be­zieht sich das Ur­teil des BVerwG vom 15.03.2017, Az. 

von Martin Benner

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