Ein Kind be­zog in der Ver­gan­gen­heit Leis­tun­gen nach dem UVG. Der Leis­tungs­be­zug ist zwi­schen­zeit­lich be­en­det und die Un­ter­halts­vor­schuss­kas­se hat bis­her die über­ge­gan­ge­nen For­de­run­gen nicht ti­tu­lie­ren lassen. 

Der Bei­stand oder Rechts­an­walt des Kin­des möch­te nun im ver­ein­fach­ten Un­ter­halts­ver­fah­ren den lau­fen­den Un­ter­halt ti­tu­lie­ren las­sen. Da der Un­ter­halts­an­spruch des Kin­des über die Leis­tun­gen nach dem UVG hin­aus­ging, über­legt der Beistand/Rechtsanwalt, ob er auch gleich die rück­stän­di­gen Dif­fe­ren­zen zwi­schen der Vor­schuss­hö­he und dem Un­ter­halts­an­spruch im ver­ein­fach­ten Ver­fah­ren ti­tu­lie­ren las­sen kann und wie der An­trag ggf. ge­stal­tet wer­den sollte.

Im An­trag auf Fest­set­zung von Un­ter­halt im ver­ein­fach­ten Ver­fah­ren muss der An­trag­stel­ler erklären, 

dass Un­ter­halt nicht für Zeit­räu­me ver­langt wird, für die das Kind […] Leis­tun­gen nach dem Un­ter­halts­vor­schuss­ge­setz […] er­hal­ten hat […]

§ 250 Abs. 1 Nr. 12 FamFG

Dem­entspre­chend sieht das amt­li­che An­trags­for­mu­lar fol­gen­de Er­klä­rung vor: 

Das Kind […] hat für Zeit­räu­me, für die der Un­ter­halt fest­ge­setzt wer­den soll, we­der Leis­tun­gen nach dem Un­ter­halts­vor­schuss­ge­setz noch […] erhalten.”

Amt­li­ches Formular

Den­noch wird in der Li­te­ra­tur rich­ti­ger­wei­se die Auf­fas­sung ve…

Ver­ein­fach­tes Un­ter­halts­ver­fah­ren für Dif­fe­ren­zen zwi­schen UV-Leis­­tung und Unterhaltsanspruch?