Ur­laubs­geld und Urlaubsentgelt

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Der Gläu­bi­ger bzw. die Voll­stre­ckungs­be­hör­de prüft nach der Pfän­dung des Ar­beits­ein­kom­mens die Lohn­sab­rech­nung des Schuld­ners und er­blickt un­ter an­de­rem ei­nen Be­zug von 1.000,00 € brut­to, der mit der Lohn­art “1600 (Ur­laubs­lohn, Std.)” ge­kenn­zeich­net ist. Der Ar­beit­ge­ber be­han­delt ihn of­fen­sicht­lich in vol­ler Hö­he als un­pfänd­bar. Wie ver­hält es sich da­mit und was kann der Gläu­bi­ger bzw. die Voll­stre­ckungs­be­hör­de ggf. tun?

In § 850a Nr. 2 Alt. 1 ZPO heißt es:

[Un­pfänd­bar sind] die für die Dau­er ei­nes Ur­laubs über das Ar­beits­ein­kom­men hin­aus ge­währ­ten Be­zü­ge, so­weit sie den Rah­men des Üb­li­chen nicht übersteigen

§ 850a Nr. 2 Alt. 1 ZPO

Da­mit ist nicht der wäh­rend der Ur­laub­zeit fort­ge­zahl­te “nor­ma­le” Lohn ge­meint, der als Ur­laubs­ent­gelt be­zeich­net wird. Er ist nicht be­son­ders ge­schützt und da­her — im Rah­men des je­wei­li­gen pfand­frei­en Be­tra­ges — pfänd­bar (BAG, Ur­teil vom 20.06.2000, Az. 9 AZR 405/99). Dar­um han­delt es sich bei dem Be­trag aus dem obi­gen Bei­spiel. Eben­falls nicht unter 

von Martin Benner

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