Bei der Fest­set­zung des pfand­frei­en Be­tra­ges nach § 850d ZPO we­gen Kin­des­un­ter­halt sind kon­kur­rie­ren­de min­der­jäh­ri­ge Kin­der des Schuld­ners zu be­rück­sich­ti­gen, de­nen er lau­fen­den Un­ter­halt ge­währt. Doch was soll­te der Gläu­bi­ger tun, wenn sich der 18. Ge­burts­tag ei­nes kon­kur­rie­ren­den Kin­des nähert?

Recht­zei­tig vor dem 18. Ge­burts­tag des kon­kur­rie­ren­den Kin­des soll­te der Gläu­bi­ger be­an­tra­gen, dass der pfand­freie Be­trag neu fest­ge­setzt wird. Der An­trag könn­te wie folgt lauten:

… be­an­tra­ge ich na­mens des Gläubigers,

den Pfän­dungs- und Über­wei­sungs­be­schluss des Amts­ge­richts … vom … , Az. …, nach § 850g ZPO da­hin­ge­hend zu än­dern, dass dem Schuld­ner ab … kei­ne Be­trä­ge zur Er­fül­lung sei­ner lau­fen­den ge­setz­li­chen Un­ter­halts­pflicht ge­gen­über … pfand­frei be­las­sen werden. 

Be­grün­dung

I. Sach­ver­halt

Der Gläu­bi­ger hat den Er­lass ei­nes Pfän­dungs- und Über­wei­sungs­be­schlus­ses für das Ar­beits­ein­kom­men, und Kon­to­gut­ha­ben des Schuld­ners un­ter Her­ab­set­zung des Pfän­dungs­frei­be­tra­ges nach §§ 850k Abs. 3,

Un­ter­halts­voll­stre­ckung: Än­de­rungs­an­trag bei voll­jäh­ri­gem kon­kur­rie­ren­den Kind