Un­be­kann­te Er­ben mit Grundstück

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Ein The­ma, das in der Ver­wal­tungs- und Zwangs­voll­stre­ckung im­mer wie­der auf­taucht: Der Schuld­ner ist ver­stor­ben und das Nach­lass­ge­richt teilt auf An­fra­ge mit, dass die Er­ben un­be­kannt sei­en und nicht von Amts we­gen er­mit­telt wür­den. Der Schuld­ner war je­doch Ei­gen­tü­mer ei­nes Grund­stücks. Wel­che Mög­lich­kei­ten ha­ben Gläu­bi­ger bzw. Voll­stre­ckungs­be­hör­de in die­ser Konstellation?

Weit­ge­hend be­kannt ist die Nach­lass­pfleg­schaft nach § 1961 BGB. Sie kommt in Be­tracht, weil die Per­son des Er­ben un­be­kannt ist und ein An­spruchs gel­tend ge­macht wer­den soll, der sich ge­gen den Nach­lass rich­tet. Die Kos­ten müs­sen Gläu­bi­ger bzw. Voll­stre­ckungs­be­hör­de nicht tra­gen, weil der Er­be da­für haf­tet (§ 24 Nr. 2, 3 GNotKG). Es muss da­her auch kein Vor­schuss ge­leis­tet wer­den. Das bringt in der ein­gangs be­schrie­be­nen Kon­stel­la­ti­on je­doch dann nicht viel, wenn das Grund­stück gar nicht wert­hal­tig ist und das Ziel dar­in be­steht, ggf. in den sons­ti­gen (aber noch un­be­kann­ten) Nach­lass oder das Ei­gen­ver­mö­gen des Er­ben zu voll­stre­cken. In die­sem Fall muss wei­ter­hin der Er­be er­mit­telt wer­den. Das ge­hört je­doch grund­sätz­lich nicht zu den Auf­ga­ben des Nachlasspflegers.

Ver­gleichs­wei­se un­be­kannt ist in …

von Martin Benner

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