Schuld­ner mit Wertpapierdepot

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Vor al­lem in den Er­geb­nis­sen ei­nes Kon­ten­ab­rufs nach § 93 AO tau­chen im­mer wie­der In­sti­tu­te auf, bei de­nen der Schuld­ner über ein Wert­pa­pier­de­pot ver­fü­gen könn­te, z. B. De­ka oder DWS. Ggf. fin­den sich ent­spre­chen­de An­ga­ben auch im Ver­mö­gens­ver­zeich­nis des Schuld­ners. Wie kön­nen Gläu­bi­ger bzw. Voll­stre­ckungs­be­hör­den dar­auf zugreifen?

Aus­gangs­punkt ist das De­potG. Da­nach hat der Schuld­ner ver­schie­de­ne An­sprü­che ge­gen das de­pot­füh­ren­de In­sti­tut, die ge­pfän­det wer­den kön­nen. Sie un­ter­schei­den sich da­nach, ob es sich um ein Son­der­de­pot (§ 2 De­potG) oder ein Sam­mel­de­pot (§ 5 De­potG) han­delt. Zwar ist das Sam­mel­de­pot der prak­ti­sche Re­gel­fall, mit letz­ter Si­cher­heit lässt sich das vor ei­ner Pfän­dung al­ler­dings nicht sa­gen. Die For­mu­lie­rung für ei­ne Pfän­dung mit dem de­pot­füh­ren­de In­sti­tut als Dritt­schuld­ne­rin soll­te dar­auf Rück­sicht nehmen. 

Hin­ter dem De­pot ver­birgt sich mög­li­cher­wei­se ein Spar­ver­trag über Wert­pa­pie­re oder an­de­re Ver­mö­gens­be­tei­li­gun­gen nach § 2 Abs. 1 Nr. 1, § 4 VermBG. Die sich dar­aus er­ge­ben­den Zah­lungs­an­sprü­che des Schuld­ners soll­ten eben­falls ge­pfän­det werden. 

Die For­mu­lie­rung könn­te da­her ins­ge­samt wie folgt lau…

von Martin Benner

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