Wie soll­te der Gläu­bi­ger bzw. die Voll­stre­ckungs­be­hör­de tak­tisch vor­ge­hen, wenn der Schuld­ner im Ver­mö­gens­ver­zeich­nis an­gibt, Kran­ken­geld zu beziehen?

1. Pfänd­ba­re Forderungen

Zu­nächst stellt sich die Fra­ge nach den pfänd­ba­ren Forderungen. 

Das SGB V sieht für Kran­ken­geld kei­nen be­son­de­ren Pfän­dungs­schutz vor. Es han­delt sich da­her um ei­ne pfänd­ba­re So­zi­al­leis­tung (§ 54 Abs. 4 SGB I).

Häu­fig ge­ben Schuld­ner, die Kran­ken­geld be­zie­hen, im Ver­mö­gens­ver­zeich­nis nur das Kran­ken­geld als Ein­kom­men an. Es ist je­doch nicht un­wahr­schein­lich, dass es sich bei dem Schuld­ner um ei­nen er­krank­ten Ar­beit­neh­mer han­delt, der ge­gen­wär­tig le­dig­lich kei­nen Lohn (son­dern das Kran­ken­geld) er­hält. Die­se Fra­ge soll­te der Gläu­bi­ger bzw. die Voll­stre­ckungs­be­hör­de klä­ren und ggf. auch ei­ne Lohn­pfän­dung aus­brin­gen, um auf ei­nen et­wai­gen Kran­ken­geld­zu­schuss des Ar­beit­ge­bers zu­zu­grei­fen und sich im Üb­ri­gen für den Fall ei­ner Ge­ne­sung des Schuld­ners den Pfän­dungs­rang zu sichern. 

Das Kran­ken­geld, Ar­beits­ein­kom­men, Kon­ten und ggf. wei­te­re Fo…

Schuld­ner im Krankengeldbezug