Schuld­ner im Aus­land — Ver­mö­gen in Deutschland

S

Lebt der Schuld­ner im Aus­land, ge­lingt es der Voll­stre­ckungs­be­hör­de bzw. dem Gläu­bi­ger hin und wie­der, For­de­run­gen zu er­mit­teln, die sich ge­gen Dritt­schuld­ner in Deutsch­land rich­ten, z. B. Kon­ten bei deut­schen Kre­dit­in­sti­tu­ten oder aus­län­di­schen Kre­dit­in­sti­tu­ten mit ei­ner Zweig­nie­der­las­sung in Deutsch­land. Kom­men in­so­weit Pfän­dungs- und Ein­zie­hungs­ver­fü­gun­gen bzw. Pfän­dungs- und Über­wei­sungs­be­schlüs­se in Be­tracht? Was ist da­bei zu beachten?

Da­mit ein deut­sches Ge­richt bzw. ei­ne deut­sche Voll­stre­ckungs­be­hör­de in­ter­na­tio­nal zu­stän­dig ist, muss sich das Ver­mö­gen, in das voll­streckt wer­den soll, im In­land be­fin­den. Nur dar­auf darf zu­läs­si­ger­wei­se ho­heit­li­cher Zwang aus­ge­übt wer­den, so­ge­nann­tes Ter­ri­to­ri­al- oder Ter­ri­to­ria­li­täts­prin­zip (BGH, Be­schluss vom 03.04.2019, Az. VII ZB 24/17). Ei­ne For­de­rung, die sich ge­gen ei­nen in Deutsch­land an­säs­si­gen Dritt­schuld­ner rich­tet, ist in­län­di­sches Ver­mö­gen (BGH, Ur­teil vom 20.12.2012, Az. IX ZR 130/10). Das folgt für die ZPO aus § 23 S. 2 Alt. 1 …

von MartinBenner

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