[um ak­tu­el­le Recht­spre­chung er­gänz­te Fas­sung vom 24.06.2021] In Zei­ten von Co­ro­na nimmt der Be­zug von Kurz­ar­bei­ter­geld (§§ 95 ff. SGB III) mas­siv zu. Un­ter den Be­trof­fe­nen be­fin­den sich na­tur­ge­mäß auch vie­le Voll­stre­ckungs­schuld­ner, bei de­nen bei­spiels­wei­se Ab­ga­ben­for­de­run­gen, Buß­gel­der, Un­ter­halt oder an­de­re pri­vat-recht­li­che Geld­for­de­run­gen bei­ge­trie­ben wer­den sol­len. Für Gläu­bi­ger, Voll­stre­ckungs­be­hör­den, Bei­stän­de, Un­ter­halts­vor­schuss­kas­sen, Rechts­an­wäl­te, In­kas­so­un­ter­neh­men, Rechts­pfle­ger und Rich­ter stellt sich da­her die Fra­ge, ob und wie auf das Kurz­ar­bei­ter­geld mit den amt­li­chen For­mu­la­ren nach den An­la­gen 2 und 3 zur ZVFV zu­ge­grif­fen wer­den kann. Da­bei spielt ei­ne be­son­de­re Rol­le, dass der Voll­stre­ckungs­schuld­ner ne­ben dem Kurz­ar­bei­ter­geld möglicherweise 

  • ein re­du­zier­tes Ar­beits­ein­kom­men für nicht aus­ge­fal­le­ne Ar­bei­ten er­hält und 
  • Zu­schuss- oder Auf­sto­ckungs­be­trä­ge des Ar­beit­ge­bers zum Kurz­ar­bei­ter­geld be­an­spru­chen kann. 

Bei der Pfän­dung von Kurz­ar­bei­ter­geld ist da­her an ei­ne Zu­sam­men­rech­nung nach § 850e ZPO zu den­ken (sie­he die ak­tu­el­le Recht­spre­chung wei­ter unten). 

Die Be­deu­tung die­ser Fra­gen steigt, weil das Kurz­ar­bei­ter­geld im Zu­ge von SARS-Co­V‑2 bzw. CO­VID-19 er­heb­lich auf­ge­stockt wer­den soll. Da­durch sind nicht nur bei be­vor­rech­tig­ten For­de­run­gen wie Un­ter­halt, son­dern auch bei ge­wöhn­li­chen For­de­run­gen durch­aus pfänd­ba­re Be­trä­ge zu erwarten.

Das The­ma ha­be ich da­her in ei­nem Auf­satz in der NZ­Fam 2020, 385 – 387, am Bei­spiel von Un­ter­halts­an­sprü­chen ein­ge­hen­der be­leuch­tet. Die dort dar­ge­stell­ten Grund­sät­ze, ins­be­son­de­re zur Zu­sam­men­rech­nung, gel­ten aber auch für al­le an­de­ren Geld­for­de­run­gen. Die Hin­wei­se zum Aus­fül­len des amt­li­chen For­mu­lars für Un­ter­halts­for­de­run­gen (An­la­ge 3 zur ZVFV) sind eben­falls auf das amt­li­che For­mu­lar für ge­wöhn­li­che For­de­run­gen (An­la­ge 2 zur ZVFV) übertragbar.

Der Auf­satz kann hier ab­ge­ru­fen wer­den. Zu­sam­men­ge­fasst gilt Folgendes:

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Das Kurz­ar­bei­ter­geld wird nicht von der Lohn­pfän­dung er­fasst. Es muss da­her ge­son­dert ge­pfän­det wer­den. Dritt­schuld­ner ist der Ar­beit­ge­ber (§ 108 II 1 SGB III). Soll das Ar­beits­ein­kom­men zu­sam­men mit dem Kurz­ar­bei­ter­geld ge­pfän­det wer­den, bie­tet sich fol­gen­des For­mu­lie­rung an: 

auf Kurz­ar­bei­ter­geld so­wie Zu­schüs­se, Aufstockungsbeträ…

Pfän­dung von Kurzarbeitergeld

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