Schuld­ner ha­ben in der Re­gel ei­nen Strom- und teil­wei­se auch ei­ne Gas­lie­fe­ran­ten. Sie leis­ten da­für re­gel­mä­ßig Vor­aus­zah­lun­gen und ha­ben, nach­dem der Ab­rech­nungs­zeit­raum ab­ge­lau­fen ist, ei­nen An­spruch auf Aus­zah­lung ei­nes et­wai­gen Gut­ha­bens. Die­ser Zah­lungs­an­spruch des Schuld­ners ist pfänd­bar. Doch wo­her nimmt der Gläu­bi­ger den rich­ti­gen Dritt­schuld­ner und wie könn­te die Pfän­dung for­mu­liert werden? 

Teil­wei­se kann der Strom- oder Gas­lie­fe­rant des Schuld­ners, d.h. der rich­ti­ge Dritt­schuld­ner dem Ver­mö­gens­ver­zeich­nis ent­nom­men wer­den. Es gibt durch­aus Ge­richts­voll­zie­her, die auf ent­spre­chen­de An­ga­ben Wert le­gen. Der Gläu­bi­ger kann dem Ge­richts­voll­zie­her bei der Er­tei­lung ei­nes Auf­trags zur Ab­nah­me der Ver­mö­gens­aus­kunft auch ge­zielt ei­ne ent­spre­chen­de Fra­ge mit­ge­ben. Ei­ne gu­te Er­kennt­nis­quel­le sind au­ßer­dem die Kon­to­aus­zü­ge des Schuld­ners, die er dem Voll­stre­ckungs­ge­richt oder der Voll­stre­ckungs­be­hör­de bei­spiels­wei­se im Zu­sam­men­hang mit dem An­trä­gen zu ei­ner er­folg­ten Kon­to­pfän­dung vor­legt. Da es sich häu­fig um mo­nat­li­che Vor­aus­zah­lun­gen han­delt und die Zah­lungs­emp­fän­ger gut zu iden­ti­fi­zie­ren sind, geht ei­ne ent­spre­chen­de Aus­wer­tung sehr schnell.

Die rich­ti­ge Fir­men­be­zeich­nung und ei­ne zu­stell­fä­hi­ge An­schrift las­sen sich über das Im­pres­sum auf der In­ter­net­sei­te des Strom- oder Gas­an­bie­ters er­mit­teln. Der An­ga­be des ge­setz­li­chen Ver­tre­ters be­darfs es — wie auch sonst — üb­ri­gens nicht (vgl. BGH, Beschlu…

Pfän­dung der An­sprü­che des Schuld­ners ge­gen Strom- und Gasanbieter