Teil­wei­se ak­zep­tie­ren Kre­dit­in­sti­tu­te bei Kon­to­pfän­dun­gen we­gen Ab­ga­ben­for­de­run­gen die wei­ter be­rech­ne­ten Säum­nis­zu­schlä­ge nicht, d. h. sol­che, die erst nach der Pfän­dung ent­ste­hen. Wie ist die Rechtslage?

Bei Zin­sen ist an­er­kannt, dass die Pfän­dung nicht nur we­gen ei­nes Zins­rück­stands, son­dern auch we­gen der lau­fen­den Zin­sen er­fol­gen kann. Es ist dann Auf­ga­be des Dritt­schuld­ners, den Zins­an­spruch bis zur Zah­lung an den Gläu­bi­ger zu be­rech­nen. So ak­tu­ell der BGH für die pri­vat-recht­li­che Zwangsvollstreckung: 

[…] bei der Pfän­dung we­gen nach der Zu­stel­lung des Pfän­dungs- und Über­wei­sungs­be­schlus­ses ent­ste­hen­den fort­lau­fen­den Zin­sen auf die Haupt­for­de­rung muss der Dritt­schuld­ner die Hö­he der Zin­sen erst noch be­zo­gen auf den Tag der Dritt­schuld­ner­zah­lung an den Gläu­bi­ger selbst be­rech­nen […]; er kann den auf die fort­lau­fen­den Zin­sen ent­fal­len­den Be­trag eben­falls nicht auf ei­nen Blick und ins­be­son­de­re nicht oh­ne die Ge­fahr, sich zu ver­rech­nen, aus dem Pfän­dungs- und Über­wei­sungs­be­schluss entnehmen.

BGH, Be­schluss vom 10.06.2021, Az. Pfän­dung (auch) we­gen künf­ti­ger Säumniszuschläge?