Fra­gen zur Pfänd­bar­keit von lau­fen­den So­zi­al­leis­tun­gen in Geld tre­ten im­mer wie­der auf. Zu­nächst ist prü­fen, ob § 54 Abs. 3 SGB I oder das je­wei­li­ge Leis­tungs­ge­setz (z. B. das SGB II) ein Pfän­dungs­ver­bot ent­hält. Ist das nicht der Fall, gilt § 54 Abs. 4 SGB I:

Im üb­ri­gen kön­nen An­sprü­che auf lau­fen­de Geld­leis­tun­gen wie Ar­beits­ein­kom­men ge­pfän­det werden. 

§ 54 Abs. 4 SGB I

Da­nach gilt Folgendes:

  • Grund­si­che­rung des ört­li­chen oder über­ört­li­chen So­zi­al­hil­fe­trä­gers: un­pfänd­bar (§ 17 Abs. 1 S. 2 SGB XII),
  • Pfle­ge­geld von der Kran­ken­kas­se: un­pfänd­bar (§ 54 Abs. 3 Nr. 3 SGB I; vgl. auch BGH, Be­schluss vom 21.12.2017, Az. IX ZB 18/17),
  • Er­werbs­min­de­rungs­ren­te von der Ren­ten­ver­si­che­rung: pfänd­bar (§ 54 Abs. 4 SGB I; BGH, Be­schluss vom 10.10.2003, Az. IXa ZB 180/03),
  • Kran­ken­geld von der ge­setz­li­chen Kran­ken­kas­se: pfänd­ba…
    Pfänd­bar­keit von Sozialleistungen