Re­gel­mä­ßig stellt sich in der Pra­xis die Fra­ge, wel­che Of­fen­ba­rungs­pflicht selb­stän­dig und frei­be­ruf­lich tä­ti­ger Schuld­ner im Rah­men der Ver­mö­gens­aus­kunft haben. 

Un­zwei­fel­haft müs­sen sie 

  • sämt­li­che of­fe­nen Auf­trä­ge und die da­zu­ge­hö­ri­gen Auf­trag­ge­ber sowie 
  • al­le of­fe­nen Rech­nun­gen und die ent­spre­chen­den Auftraggeber 

an­ge­ben.

Um­strit­ten ist da­ge­gen, wel­che Of­fen­ba­rungs­pflicht für die Ver­gan­gen­heit be­steht, d. h. wel­che Auf­trag­ge­ber der Schuld­ner of­fen­le­gen muss, für die er nur in der Ver­gan­gen­heit tä­tig war, bei de­nen es ak­tu­ell aber we­der Auf­trä­ge noch un­be­zahl­te Rech­nun­gen gibt.

Nach ei­ner Auf­fas­sung muss der Schuld­ner al­le Auf­trag­ge­ber an­ge­ge­ben, die in den letz­ten zwölf Mo­na­ten min­des­tens drei Auf­trä­ge er­teilt hat­ten (LG Kle­ve, Be­schluss vom 14.04.2010, Az. 4 T 37/10; LG Karls­ru­he, Be­schluss vom 26.06.1997, Az. 11 T 65/97). Zur Be­grün­dung wird dar­auf verwiese…

Of­fen­ba­rungs­pflicht selb­stän­dig und frei­be­ruf­lich tä­ti­ger Schuldner