Manch­mal zieht ein Schuld­ner um oder hei­ra­tet und nimmt den Na­men sei­nes Ehe­gat­ten an. Be­an­tragt der Gläu­bi­ger spä­ter den Er­lass ei­nes Pfän­dungs- und Über­wei­sungs­be­schlus­ses, kann es pas­sie­ren, dass er vom Voll­stre­ckungs­ge­richt ei­ne Zwi­schen­ver­fü­gung er­hält und da­zu auf­for­dert wird, ei­ne Rechts­nach­fol­ge­klau­sel mit Zu­stel­lungs­nach­weis (§§ 727, 750 Abs. 2 ZPO) vor­zu­le­gen oder die Na­mens- bzw. An­schrif­ten­än­de­rung nachzuweisen.

Darf der Recht­pfle­ger das, was hat es da­mit auf sich und was kann der Gläu­bi­ger tun?

Das Voll­stre­ckungs­ge­richt muss vor dem Er­lass des Pfän­dungs- und Über­wei­sungs­be­schlus­ses prü­fen, ob der Gläu­bi­ger wirk­lich ge­gen den im Ti­tel ge­nann­ten Schuld­ner voll­stre­cken will, d.h. ob der Ti­tel­schuld­ner mit dem An­trags­schuld­ner iden­tisch ist. Stim­men An­schrift oder Nach­na­me des Schuld­ners zwi­schen Ti­tel und An­trag nicht über­ein, darf der Rechts­pfle­ger durch­aus be­zwei­feln, ob der An­trag­schuld­ner tat­säch­lich auch der Ti­tel­schuld­ner ist. Da der Rechts­pfle­ger den Hin­ter­grund (noch) nicht kennt, for­dert er all­ge­mein zur Vor­la­ge ei­ner Rechts­nach­fol­ge­klau­sel oder ei­nem Nach­weis der Na­mens- bzw. An­schrif­ten­än­de­rung auf.

Ist der Schuld­ner — wie ein­gangs dar­ge­stellt — le­dig­lich um­ge­zo­gen oder hat er nur sei­nen Na­men ge­än­dert, liegt na­tür­lich kein Fall der Rechts­nach­fol­ge vor. Der Gläu­bi­ger muss dem Ge­richt da­her le­dig­lich die Na­mens- oder An­schrif­ten­än­de­rung nach­wei­sen. Da­für reicht bei­spiels­wei­se der Aus­druck ei­ner Mel­de­aus­kunft oder ei­ner Ren­ten­aus­kunft aus (zur Mel­de­aus­kunft: LG Braun­schweig, Be­schluss vom …

Na­­mens- oder Adress­än­de­rung beim Schuld­ner ei­ner pri­vat­recht­li­chen Forderung