Der Schuld­ner ist bei Max Mus­ter­mann e. K. an­ge­stellt. Der Gläu­bi­ger bzw. die Voll­stre­ckungs­be­hör­de pfän­det den Lohn und er­hält pfänd­ba­re Be­trä­ge. Nach ei­ni­ger Zeit teilt Max Mus­ter­mann mit, dass es Max Mus­ter­mann e. K. nicht län­ger ge­be, son­dern jetzt die Max Mus­ter­mann GmbH. Wel­che Rechts­vor­gän­ge könn­ten sich da­hin­ter ver­ber­gen und wie wir­ken sie sich auf die lau­fen­den Lohn­pfän­dung aus? Muss der Pfän­dungs- und Über­wei­sungs­be­schluss bzw. die Pfän­dungs- und Ein­zie­hungs­ver­fü­gung neu zu­ge­stellt oder gar ein neu­er Pfän­dungs- und Über­wei­sungs­be­schluss be­an­tragt bzw. ei­ne neue Pfän­dungs- und Ein­zie­hungs­ver­fü­gung er­las­sen werden?

Nach der Lohn­pfän­dung kann es bei dem Ar­beit­ge­ber des Schuld­ners zu ver­schie­de­nen Ver­än­de­run­gen kommen:

1. Fir­men­än­de­rung

Da­mit ist ei­ne rei­ne Um­be­nen­nung ge­meint, z. B. von der Mus­ter­hau­sen GmbH in die Mus­ter­hau­sen­pro­jekt GmbH. Sie ist nichts an­de­res als ei­ne Na­mens­än­de­rung bei ei­ner na­tür­li­chen Per­son, z. B. im Zu­ge ei­ner Ehe­schlie­ßung. Die rei­ne Fir­men­än­de­rung än­dert die Rechts­form und vor al­lem die Iden­ti­tät des Dritt­schuld­ners nicht. Sie hat des­halb auf das Ar­beits­ver­hält­nis und da­mit die Pfän­dung kei­nen Ein­fluss. Die­se Va­ri­an­te schei­det in dem obi­gen Fall­bei­spiel aus, weil sich au­gen­schein­lich die Rechts­form ge­än­dert hat.

2. Ge­setz­li­che Än­de­rung der Rechtsform 

Aus un­ter­schied­li­chen ge­setz­li­chen Grün­den kann sich die Rechts­form des Ar­beit­ge­bers än­dern. So wird bei­spiels­wei­se aus ei­ner KG (Kom­man­dit­ge­sell­schaft) kraft Ge­set­zes ei­ne OHG (Of­fe­ne Han­dels­ge­sell­schaft), wenn der letz­te Kom­man­di­tist aus­schei­det. Bei die­ser Va­ri­an­te handelt …

Lohn­pfän­dung und Än­de­rung der Rechts­form des Drittschuldners
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