Kün­di­gung durch Schuld­ner trotz Pfändung?

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Ei­ne Fra­ge, die vor al­lem beim Ein­stieg neu­er Mit­ar­bei­ten­der in die Voll­stre­ckung im­mer wie­der auf­taucht: Kann der Schuld­ner trotz Pfän­dung sein Kon­to auf­lö­sen oder die Stun­den in sei­nem Ar­beits­ver­trag re­du­zie­ren? Wird der Gläu­bi­ger da­vor nicht durch die Pfän­dung geschützt?

Tat­säch­lich heißt es § 829 Abs. 1 S. 2 ZPO:

Zu­gleich hat das Ge­richt an den Schuld­ner das Ge­bot zu er­las­sen, sich je­der Ver­fü­gung über die For­de­rung, ins­be­son­de­re ih­rer Ein­zie­hung, zu enthalten.

Ähn­lich for­mu­lie­ren es § 309 Abs. 1 S. 1 AO und ver­gleich­ba­re Nor­men des Verwaltungsvollstreckungsrechts:

Soll ei­ne Geld­for­de­rung ge­pfän­det wer­den, so hat die Voll­stre­ckungs­be­hör­de […] dem Voll­stre­ckungs­schuld­ner schrift­lich zu ge­bie­ten, sich je­der Ver­fü­gung über die For­de­rung, ins­be­son­de­re ih­rer Ein­zie­hung, zu enthalten […]. 

Das ist das so­ge­nann­te “In­hi­bi­to­ri­um”. Ver­fügt der Schuld­ner die­ses Ver­bo­tes über sei­ne For­de­rung, in­dem er sie dem Dritt­schuld­ner beispielswei…

von Martin Benner

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