Teil­wei­se wer­den öf­fent­lich-recht­li­che oder pri­vat-recht­li­che For­de­run­gen per SE­PA-Last­schrift ein­ge­zo­gen. “Platzt” die Last­schrift, et­wa weil das Kon­to des Schuld­ners un­zu­rei­chend ge­deckt ist, be­rech­net das Kre­dit­in­sti­tut dem Gläu­bi­ger da­für ge­rin­ge Kos­ten von z. B. 3,00 €.

Wie kann der Gläu­bi­ger die­se Kos­ten beim Schuld­ner gel­tend ma­chen? Kön­nen sie bei­spiels­wei­se mit ei­nem Be­scheid fest­ge­setzt und mit Ver­wal­tungs­zwang bei­ge­trie­ben wer­den, wenn mit der Last­schrift ei­ne öf­fent­lich-recht­li­che For­de­rung ein­ge­zo­gen wer­den sollte? 

1. Ein­zug ei­ner pri­vat-recht­li­chen Forderung

Soll­te mit der Last­schrift ei­ne pri­vat-recht­li­che For­de­rung ein­ge­zo­gen wer­den, bleibt in je­dem Fall nur ei­ne pri­vat-recht­li­che Gel­tend­ma­chung, weil es sich bei den Kos­ten der Rück­last­schrift um ei­nen Ver­zugs­scha­den des Gläu­bi­gers han­delt (§§ 280 Abs. 1, 2, 286 BGB). Da­für muss er zu­nächst ti­tu­liert wer­den. Ei­ne Voll­stre­ckung zu­sam­men mit der ti­tu­lier­ten Haupt­for­de­rung oh­ne ei­ge­ne Ti­tu­lie­rung nach Kos­ten für Rück­last­schrif­ten und ih­re Beitreibung