Soll in den Nach­lass ei­nes ver­stor­be­nen Schuld­ners voll­streckt wer­den, sind aber die Er­ben un­be­kannt, ist es in be­stimm­ten Kon­stel­la­tio­nen er­for­der­lich, den un­be­kann­ten Er­ben ei­nen Ver­tre­ter zu be­stel­len. Das kann bei­spiels­wei­se ein Nach­lass­pfle­ger sein. Der An­trag — hier bei­spiel­haft für die Ver­wal­tungs­voll­stre­ckung — könn­te wie folgt aussehen:

An das
Amts­ge­richt …
- Nach­lass­ge­richt -

Az. …

In der Nach­lass­sa­che des am … ge­bo­re­nen und am  … ver­stor­be­nen …, zu­letzt wohnhaft …, 

be­an­tragt die Stadt … ge­mäß § 1961 BGB,

für den Nach­lass des oben ge­nann­ten Erb­las­sers ei­nen Nach­lass­pfle­ger zu bestellen. 

Be­grün­dung

Die An­trag­stel­le­rin hat ge­gen den Erb­las­ser ei­nen be­stands­kräf­tig fest­ge­setz­ten An­spruch auf Zah­lung von …

Be­weis: Be­scheid vom …, Az. …

Der Erb­las­ser ist ver­stor­ben, be­vor die An­trag­stel­le­rin mit der Ver­wal­tungs­voll­stre­ckung ge­gen ihn be­gin­nen konn­te. Die Vor­aus­set­zun­gen von § 3 S. 2 VwVG BW lie­gen da­her nicht vor.

Ei­ne Per­son, die als Er­be in Be­tracht kommt, ist nic…

Gläu­bi­ger­an­trag auf Be­stel­lung ei­nes Nachlasspflegers