Ab und zu er­hal­ten der Gläu­bi­ger bzw. die Voll­stre­ckungs­be­hör­de nach der Pfän­dung ei­ne Zah­lung des Dritt­schuld­ners, die er kurz dar­auf wie­der zu­rück­for­dert, weil die Über­wei­sung ein Ver­se­hen ge­we­sen sei, ein tech­ni­sches Pro­blem vor­ge­le­gen ha­be usw. Ein kon­kre­tes Bei­spiel: Der Dritt­schuld­ner hat ver­se­hent­lich ei­nen ge­richt­li­chen Be­schluss über die einst­wei­li­ge Ein­stel­lung der Zwangs­voll­stre­ckung nicht be­ach­tet. Sind der Gläu­bi­ger bzw. die Voll­stre­ckungs­be­hör­de in die­sen Fäl­len zur Rück­zah­lung verpflichtet?

Die Rück­for­de­rung von Zah­lun­gen, die der Dritt­schuld­ner irr­tüm­lich an den Gläu­bi­ger ge­leis­tet hat, rich­tet sich nach den Vor­schrif­ten über die Her­aus­ga­be ei­ner un­ge­recht­fer­tig­ten Be­rei­che­rung (§§ 812 ff. BGB). Zu prü­fen ist da­her zu­nächst, ob es für die Zah­lung an ei­nem Rechts­grund fehl­te. Das ist in den obi­gen Bei­spiel der Fall, denn dem Gläu­bi­ger bzw. der Voll­stre­ckungs­be­hör­de fehl­te und fehlt auf­grund der einst­wei­li­gen Ein­stel­lung die Ein­zie­hungs­be­fug­nis. Ein Rechts­grund fehlt aber z. B. auch, wenn der Dritt­schuld­ner leis­tet und da­bei ge­gen Be­stim­mun­gen des Pfän­dungs­schut­zes ver­stoßt, al­so un­pfänd­ba­re Be­trä­ge an den Gläu­bi­ger ab­führt. Da­her könn­te ein Rück­zah­lungs­an­spruch nach § 812 Abs. 1 S. 1 BGB bestehen. 

Al­ler­dings be­stimmt Die ver­se­hent­li­che Drittschuldnerzahlung