Schuld­ner In­go Not­la­ge hat an die Ge­mein­de Mus­ter­hau­sen ein Buß­geld von 100 €, das vor et­was mehr als zwei­ein­halb Jah­ren rechts­kräf­tig fest­ge­setzt wur­de, und da­zu­ge­hö­ri­ge Ver­wal­tungs­kos­ten von 50 € zu zah­len. Er ist be­reit, ei­ne Ra­ten­zah­lung über 10 € zu ver­ein­ba­ren. Die Ra­ten­hö­he ist aus Sicht der Ge­mein­de an­ge­mes­sen. Wie soll­te die Ver­ein­ba­rung mit Blick auf die Ver­jäh­rung ge­stal­tet werden?

Das Buß­geld ver­jährt drei Jah­re nach der Rechts­kraft (§ 34 Abs. 2 Nr. 2, Abs. 3 OWiG). Die Ver­jäh­rung der Ver­wal­tungs­kos­ten (Ge­büh­ren und Aus­la­gen) rich­tet sich nach den land­recht­li­chen Vor­schrif­ten, die dem ehe­ma­li­gen Vw­KostG des Bun­des ent­spre­chen (§ 107 Abs. 4 OWiG). Das ist bei­spiels­wei­se in Sach­sen das SächsVwKG. Die Zah­lungs­ver­jäh­rung tritt in die­sem Bei­spiel fünf Jah­re nach Ab­lauf des Ka­len­der­jah­res ein, in dem der An­spruch fäl­lig ge­wor­den ist (§ 107 Abs. 4 OWiG i. V. m. § 23 Abs. 1 SächsVwKG).

Die Voll­stre­ckungs­ver­jäh­rung des Buß­gel­des kann nicht un­ter­bro­chen wer­den. Al­ler­dings ist sie für die Dau­er ei­ner Zah­lungs­er­leich­te­rung ge­hemmt (Buß­gel­der, Ver­wal­tungs­kos­ten, Ra­ten­zah­lun­gen und Verjährung

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