Im­mer wie­der kön­nen Gläu­bi­ger und Voll­stre­ckungs­be­hör­den auf Lohn­ab­rech­nung se­hen, dass Ar­beit­ge­ber dem Schuld­ner Pfän­dungs­kos­ten in Rech­nung stel­len, et­wa in Form ei­ner mo­nat­li­chen Pau­scha­le von 15 €. Teil­wei­se wer­den die­se Kos­ten von den pfänd­ba­ren Be­trä­gen ab­ge­zo­gen und ge­hen da­mit voll­stän­dig zu Las­ten des Gläu­bi­gers. An­de­re Ar­beit­ge­ber zie­hen sie vor der Be­rech­nung des pfänd­ba­ren Lohns ab. Da­mit trägt sie der Gläu­bi­ger zu­min­dest an­tei­lig, weil sich der für die Pfän­dung be­rück­sich­tigt Lohn verringert. 

Doch ist das über­haupt zulässig?

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Nein, das ist es nicht. Na­tür­lich ent­ste­hen dem Ar­beit­ge­ber für die Be­ar­bei­tung der Pfän­dung (Personal-)Kosten. Sie fal­len je­doch durch die Er­le­di­gung ei­ner ge­setz­li­chen Auf­ga­be an und müs­sen da­her we­der vom Schuld­ner noch vom Gläu­bi­ger ge­tra­gen wer­den. Da­zu das BAG, Ur­teil vom 18.07.2006, Az. 1 AZR 578/05:

Die mit der Be­ar­bei­tung von Lohn- oder Ge­halts­pfän­dun­gen ver­bun­de­nen Kos­ten des Ar­beit­ge­bers fal­len die­sem selbst zur Last.

BAG, Ur­teil vom 18.07.2006, Az. Be­rech­nung von Pfän­dungs­kos­ten durch Arbeitgeber