Be­en­di­gung der Bei­stand­schaft bei lau­fen­der Pfändung

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Für das Kind be­steht ei­ne Bei­stand­schaft zur Gel­tend­ma­chung von Un­ter­halts­an­sprü­chen. Die Bei­stand­schaft en­det, es be­steht aber noch ei­ne lau­fen­de Pfän­dung, z. B. beim Ar­beit­ge­ber des Schuld­ners. Was kön­nen Bei­stand und Dritt­schuld­ner in die­sem Fall tun?

Das En­de der Bei­stand­schaft hat zu­nächst kei­nen Ein­fluss auf den Fort­be­stand der Pfän­dung. Der Bei­stand kann zur Pfän­dung auch nichts mehr ver­an­las­sen, weil sei­ne Ver­tre­tungs­be­fug­nis be­en­det ist. Das soll­te er dem Dritt­schuld­ner mit­tei­len, ver­bun­den mit dem Hin­weis, sich an den ge­setz­li­chen Ver­tre­ter des Kin­des (bzw. bei Voll­jäh­rig­keit an das Kind selbst) zu wen­den. Das ist vor al­lem dann er­for­der­lich, wenn der Dritt­schuld­ner pfänd­ba­re Be­trä­ge bis­her an den Bei­stand ab­ge­führt hat. Je­de wei­te­re Zah­lung nach dem En­de der Bei­stand­schaft ist mit dem Hin­weis auf die be­en­de­te Ver­tre­tung an den Dritt­schuld­ner zurückzuzahlen.

Der Dritt­schuld­ner soll­te den ge­setz­li­chen Ver­tre­ter des Kin­des (bzw. bei Voll­jäh­rig­keit das Kind selbst) nach­weis­bar an­schrei­ben und un­ter Frist­set­zung um Mit­tei­lung bit­ten, wo­hin die pfänd­ba­ren Be­trä­ge über­wie­sen wer­den sol­len. Kommt dar­auf­hin kei­ne Ant­wort des Ver­tre­ters bzw. des Kin­des, kann der Dritt­schuld­ner pfänd­ba­re Be­trä­ge we­gen An­nah­me­ver­zugs beim Amts­ge­richt hin­ter­le­gen und sich …

von Martin Benner

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