Aus­kunft nach FamFG oder Ver­mö­gens­aus­kunft beim Gerichtsvollzieher?

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In § 235 Abs. 1, 2 FamFG sieht das Ge­setz für Un­ter­halts­gläu­bi­ger die Mög­lich­keit vor, ei­ne Aus­kunft des Un­ter­halts­schuld­ners über des­sen Ein­künf­te, Ver­mö­gen so­wie per­sön­li­chen und wirt­schaft­li­chen Ver­hält­nis­se zu ver­lan­gen. In wel­chem Ver­hält­nis steht die­se Aus­kunft zur Ab­nah­me der Ver­mö­gens­aus­kunft ge­gen­über dem Ge­richts­voll­zie­her (§ 120 Abs. 1 FamFG i. V. m. §§ 802c ff. ZPO), wenn die Un­ter­halts­an­sprü­che be­reits ti­tu­liert sind?

Die Aus­kunft nach § 235 Abs. 1, 2 FamFG kann im Rah­men ei­nes fa­mi­li­en­ge­richt­li­chen Ver­fah­rens be­an­tragt wer­den, bei dem es um “die Be­mes­sung des Un­ter­halts” geht (ge­nau­er: Un­ter­halts­sa­chen nach § 231 Abs. 1 Nr. 1 – 3 FamFG). Sie dient da­mit der erst­ma­li­gen bzw. (hier) ab­zu­än­dern­den Ti­tu­lie­rung des Un­ter­halts und ist ne­ben ei­nem iso­lier­ten Zah­lungs­an­trag, ei­nem iso­lier­ten Aus­kunfts­an­trag und ei­nem Stu­fen­an­trag nach §§ 113 Abs. 1 S. 2 FamFG, 254 ZPO ei­ne der ver­fah­rens­recht­li­chen Mög­lich­kei­ten des Un­ter­halts­gläu­bi­gers. Aus An­lass und im Rah­men ei­ner blo­ßen Zwangsvollstreck…

von Martin Benner

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