Ar­beits­lo­sen­geld II in der Forderungspfändung

A

Ein Schuld­ner be­zieht ALG II und ein über­schau­ba­res Ar­beits­ein­kom­men. Was er­gibt sich dar­aus für die Zwangs­voll­stre­ckung und Verwaltungsvollstreckung?

1. Ge­wöhn­li­che Forderung

Das ALG II ist un­pfänd­bar (§ 42 Abs. 4 S. 1 SGB II). Auch ei­ne Zu­sam­men­rech­nung mit dem Ar­beits­ein­kom­men schei­det aus, weil § 850e Nr. 2a ZPO dies nur für pfänd­ba­re So­zi­al­leis­tun­gen zu­lässt. Ein ge­wöhn­li­cher Gläu­bi­ger kann in der ein­gangs be­schrie­be­nen Si­tua­ti­on da­her nur den Lohn pfän­den, wird da­bei aber in der Re­gel kei­ne pfänd­ba­ren Be­trä­ge erhalten.

2. Pri­vi­le­gier­te For­de­rung (ins­be­son­de­re ge­setz­li­cher Unterhalt)

Bei der Voll­stre­ckung von Un­ter­halt i. S. d. § 850d ZPO und an­de­ren pri­vi­le­gier­ten For­de­run­gen sieht es an­ders aus.…

von Martin Benner

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