RE­DAK­TIO­NEL­LER LEITSATZ

Der Schuld­ner ist ver­pflich­tet, die Ver­mö­gens­aus­kunft nach­zu­bes­sern, wenn er an­gibt, ei­ner selb­stän­di­gen Tä­tig­keit nach­zu­ge­hen, aber we­der Au­ßen­stän­de noch Auf­trä­ge zu haben.

TE­NOR

Auf die Er­in­ne­rung des Gläu­bi­gers wird der Ge­richts­voll­zie­her an­ge­wie­sen, den An­trag vom 20.01.2021 auf Nach­bes­se­rung der Ver­mö­gens­aus­kunft nicht mit der Be­grün­dung ab­zu­leh­nen, dass je­der Punkt des Ver­mö­gens­ver­zeich­nis­ses be­reits hin­ter­fragt wur­de und da­her ge­naue­re An­ga­ben nicht zu er­war­ten seien.

GRÜN­DE

I. Der Schuld­ner hat am 07.01.2021 die Ver­mö­gens­aus­kunft ab­ge­ge­ben. Er hat dar­in auf Sei­te 5 un­ter Zif­fer 12 an­ge­ge­ben, ei­ner selb­stän­di­gen Tä­tig­keit nach­zu­ge­hen und bei ei­nem mo­nat­li­chen Um­satz von 12.000,- € bis 15.000,- € ei­nen mo­nat­li­chen Ge­winn von 2.500,- € bis 3.000,- € zu er­zie­len. Wei­te­re Ein­künf­te hat er nicht an­ge­ben. Eben­so we­nig ver­fügt er nach sei­nen An­ga­ben sonst über Ver­mö­gens­wer­te oder fi­nan­zi­el­le Rück­la­gen. Sei­nem min­der­jäh­ri­gen Ki…

Ak­tu­el­le Recht­spre­chung: Nach­bes­se­rung der Ver­mö­gens­aus­kunft bei Selb­stän­dig­keit oh­ne Auf­trä­ge oder Außenstände