Was ist ei­ne Ab­zwei­gung, wie funk­tio­niert sie und wel­che Be­deu­tung hat sie beim Rück­griff nach dem UVG?

Die Ab­zwei­gung ist in § 48 SGB I ge­re­gelt. Sie kommt in Be­tracht, wenn der Un­ter­halts­schuld­ner lau­fen­de Geld­leis­tun­gen nach dem SGB be­zieht, die der Si­che­rung des Le­bens­un­ter­halts zu die­nen be­stimmt sind (§ 48 Abs. 1 S. 1 SGB I). Da­bei kann es sich bei­spiels­wei­se um Ar­beits­lo­sen­geld I, Kran­ken­geld und Ren­te we­gen Al­ters oder Er­werbs­min­de­rung han­deln. In die­sem Fall kön­nen die So­zi­al­leis­tun­gen in an­ge­mes­se­ner Hö­he ins­be­son­de­re an ein un­ter­halts­be­rech­tig­tes Kind aus­ge­zahlt, d. h. vor der Aus­zah­lung an den Schuld­ner ent­spre­chend ab­ge­zweigt wer­den. Al­ter­na­tiv kommt die Aus­zah­lung an ei­ne Stel­le in Be­tracht, die dem Kin­der Un­ter­halt ge­währt (Ab­zwei­gung beim Rück­griff nach dem Unterhaltsvorschussgesetz