Fest­set­zungs­be­scheid für Er­hö­hungs­be­trä­ge nach § 905 ZPO

F

Dem Schuld­ner steht auf sei­nem Pfän­dungs­schutz­kon­to der Grund­frei­be­trag nach § 899 ZPO zur Ver­fü­gung (1. Stu­fe des Kon­to­pfän­dungs­schut­zes). Mög­li­cher­wei­se hat er zu­sätz­lich An­spruch auf Er­hö­hungs­be­trä­ge nach § 902 ZPO (2. Stu­fe des Kon­to­pfän­dungs­schut­zes). Da­mit ist die Voll­stre­ckungs­be­hör­de nach ei­ner Pfän­dung des Kon­tos grund­sätz­lich nicht be­fasst, denn den Nach­weis für die Er­hö­hungs­be­trä­ge hat der Schuld­ner mit ei­ner ge­setz­lich ge­re­gel­ten Be­schei­ni­gung ge­gen­über dem Kre­dit­in­sti­tut zu füh­ren (§ 903 ZPO). Mög­li­cher­wei­se kann der Schuld­ner die­se Be­schei­ni­gung je­doch nicht erlangen. 

Un­ter den Vor­aus­set­zun­gen des § 905 ZPO hat dann die Voll­stre­ckungs­be­hör­de die Er­hö­hungs­be­trä­ge auf An­trag fest­zu­set­zen, wenn die Kon­to­pfän­dung im Rah­men der Ver­wal­tungs­voll­stre­ckung er­folgt ist (ei­ne zen­tra­le Zu­stän­dig­keit des Voll­stre­ckungs­ge­richts be­steht in­so­weit nicht). Te­nor und Be­grün­dung ei­nes statt­ge­ben­den Be­scheids könn­ten wie folgt aus­se­hen. Die Be­grün­dung ist da­bei kurz ge­hal­ten, weil dem An­trag statt­ge­ge­ben wird und sie da­mit so­gar voll­stän­dig ent­behr­lich wä­re (vgl. § 39 Abs. 2 Nr. 1 VwVfG).

1. Der Er­hö­hungs­be­trag nach § 15 Abs. 1 Nr. 2 SächsVwVG,

von MartinBenner

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