Hö­he des pfand­frei­en Be­tra­ges nach § 850d ZPO

H

RE­DAK­TIO­NEL­LE LEITSÄTZE

  1. Der Bes­ser­stel­lungs­zu­schlag für Er­werbs­tä­ti­ge be­trägt re­gel­mä­ßig 25 % des so­zi­al­hil­fe­recht­li­chen Re­gel­be­darfs und darf dem Schuld­ner nur für die Mo­na­te zu­kom­men, in de­nen er die mit der Er­werbs­tä­tig­keit ver­bun­de­nen Auf­wen­dun­gen zu tra­gen hat.
  2. Die tat­säch­lich an­fal­len­den Kos­ten der Un­ter­kunft sind in­so­weit zu be­rück­sich­ti­gen, als sie der Hö­he nach nicht un­an­ge­mes­sen sind und dem Schuld­ner ei­ne Ver­rin­ge­rung des Auf­wan­des durch ei­nen Woh­nungs­wech­sel oder auf an­de­re Wei­se nicht zu­mut­bar ist.

LG Kas­sel, Be­schluss vom 05.10.2020, Az. 3 T 361/20

TE­NOR

Die Be­schwer­de ge­gen den Be­schluss des Amts­ge­richts Kas­sel vom 20.07.2020 wird zurückgewiesen. 

Der Be­schwer­de­füh­rer hat die Kos­ten des Be­schwer­de­ver­fah­rens zu tragen.

GRÜN­DE

1. Der Gläubig…

von Martin Benner

Ka­te­go­rien