Ein An­trag auf Nach­bes­se­rung der Ver­mö­gens­aus­kunft könn­te wie folgt ge­stal­tet wer­den:

Frau/Herr Haupt/Ober/Gerichtsvollzieher/in
[…]

Zwangs­voll­stre­ckungs­sa­che [Gläu­bi­ger] ./. [Schul­der]
hier:
An­trag auf Nach­bes­se­rung der Ver­mö­gens­aus­kunft vom [.…], DR II […]/[…]

Sehr geehrte/r Frau/Herr […],

we­gen der im An­hang nä­her be­zeich­ne­ten For­de­rung aus der/dem [Titel/Bescheid] wer­den Sie be­auf­tragt,

die Ver­mö­gens­aus­kunft der/des [Schuld­ner] vom […] nach­bes­sern zu las­sen.

Dar­über hin­aus wird be­an­tragt,

ei­nen Haft­be­fehl nach § 802g Abs. 1 ZPO [ggf. i.V.m. Ver­wei­sungs­norm] zu er­las­sen, wenn der Schuld­ner dem Ter­min zur Nach­bes­se­rung der Ver­mö­gens­aus­kunft un­ent­schul­digt fern­bleibt oder sich oh­ne Grund wei­gert, die Ver­mö­gens­aus­kunft nach­zu­bes­sern. Den Ge­richts­voll­zie­her bit­te ich, den An­trag an das zu­stän­di­ge Amts­ge­richt wei­ter­zu­lei­ten und die­ses zu er­su­chen, nach Er­lass des Haft­be­fehls die­sen an mich zu über­sen­den,

das Pro­to­koll über die Nach­bes­se­rung zu über­sen­den.


[Bei öf­fent­lich-recht­li­cher Voll­stre­ckung:] Die Voll­streck­bar­keit des zu­grun­de­lie­gen­den Ver­wal­tungs­akts wird bestätigt./[Bei pri­vat-recht­li­cher Voll­stre­ckung:] Die voll­streck­ba­re Aus­fer­ti­gung des Ti­tels ist bei­gefügt.

Be­grün­dung

Die/Der Schuldner/in hat am […] und da­mit in­ner­halb der letz­ten zwei Jah­re die Ver­mö­gens­aus­kunft ab­ge­ge­ben. Sie/Er ist ver­pflich­tet, das Ver­mö­gens­ver­zeich­nis nach­zu­bes­sern, wenn aus dem Ver­mö­gens­ver­zeich­nis selbst er­sicht­lich ist, dass die An­ga­ben un­voll­stän­dig, un­ge­nau oder wi­der­sprüch­lich sind oder der Gläu­bi­ger glaub­haft macht, dass der Schuld­ner im Ver­mö­gens­ver­zeich­nis ver­se­hent­lich un­voll­stän­di­ge oder un­zu­tref­fen­de An­ga­ben ge­macht hat (BGH, Be­schluss vom 12.01.2012, Az. I ZB 2/11; BGH, Be­schluss vom 11.05.2017, Az. I ZB 84/16; BGH, Be­schluss vom 29.03.2017, Az. I ZB 62/16). Die­se Vor­aus­set­zun­gen lie­gen vor:

Der Schuld­ner hat in dem Ver­mö­gens­ver­zeich­nis an­ge­ge­ben, dass […]

[…]

Mit freund­li­chen Grü­ßen

[…]

Ein um­fas­sen­des kom­men­tier­tes Mus­ter mit For­mu­lie­rungs­bei­spie­len für die ty­pi­schen Fall­kon­stel­la­tio­nen ha­be ich hier ver­fasst.

Bit­te be­ach­ten Sie die Nut­zungs­be­din­gun­gen.

An­trags­mus­ter zur Nach­bes­se­rung der Ver­mö­gens­aus­kunft