Ra­ten­zah­lung an In­sol­venz­gläu­bi­ger aus in­sol­venz­frei­em Ver­mö­gen

Ra­ten­zah­lung an In­sol­venz­gläu­bi­ger aus in­sol­venz­frei­em Ver­mö­gen

In der Pra­xis kommt es hin und wie­der vor, dass ein In­sol­venz­schuld­ner aus sei­nem in­sol­venz­frei­en Ver­mö­gen Ra­ten an ei­nen In­sol­venz­gläu­bi­ger zahlt. Es stellt sich dann die Fra­ge, ob der Schuld­ner die­se Zah­lun­gen oh­ne Nach­tei­le leis­ten und der Gläu­bi­ger sie be­hal­ten

LG Stutt­gart: An­ord­nung von Er­zwin­gungs­haft im Buß­geld­ver­fah­ren nach Er­öff­nung des In­sol­venz­ver­fah­rens

AMT­LI­CHER LEIT­SATZ Die An­ord­nung von Er­zwin­gungs­haft ge­mäß § 96 Abs. 1 OWiG ist ei­ne Maß­nah­me der Zwangs­voll­stre­ckung im Sin­ne von § 89 Abs. 1 In­sO. Sie ist da­her nach Er­öff­nung des In­sol­venz­ver­fah­rens un­zu­läs­sig, so­weit sie vor die­sem Zeit­punkt fäl­lig ge­wor­de­ne

LG Stutt­gart: Aus­set­zung statt Auf­he­bung ei­ner Pfän­dung we­gen § 88 In­sO

RE­DAK­TIO­NEL­LER LEIT­SATZ Bei ei­ner Pfän­dung, die von § 88 In­sO er­fasst wird, ge­nügt es, wenn das Voll­stre­ckungs­or­gan die Voll­zie­hung des Pfän­­dungs- und Über­wei­sungs­be­schlus­ses bis zur Auf­he­bung des In­sol­venz­ver­fah­rens aus­setzt, oh­ne die Pfän­dung ins­ge­samt auf­zu­he­ben. LG Stutt­gart, Be­schluss vom 18.3.2020, Az.

Zum Wi­der­spruch des Schuld­ners ge­gen den Schuld­grund nach § 302 Nr. 1 In­sO

Zum Wi­der­spruch des Schuld­ners ge­gen den Schuld­grund nach § 302 Nr. 1 In­sO

Ein Gläu­bi­ger, der be­reits ei­nen Voll­stre­ckungs­ti­tel ge­gen den Schuld­ner hat, muss sei­ne For­de­rung trotz­dem zur Ta­bel­le an­mel­den, um am In­sol­venz­ver­fah­ren teil­neh­men. Han­delt es sich um ei­ne For­de­rung aus ei­ner vor­sätz­lich be­gan­ge­nen un­er­laub­ten Hand­lung oder rück­stän­di­gen ge­setz­li­chen Un­ter­halt, den der Schuld­ner