Nicht­be­rück­sich­ti­gung von Un­ter­halts­be­rech­tig­ten bei feh­len­der Un­ter­halts­ge­wäh­rung

Nicht­be­rück­sich­ti­gung von Un­ter­halts­be­rech­tig­ten bei feh­len­der Un­ter­halts­ge­wäh­rung

Ist der Schuld­ner an­de­ren Per­so­nen ge­setz­lich zum Un­ter­halt ver­pflich­tet, steht ihm ein er­höh­ter pfand­frei­er Be­trag zu, wenn er ih­nen auch tat­säch­lich Un­ter­halt ge­währt (§ 850c Abs. 1 S. 2 ZPO: „Ge­währt der Sch. […] Un­ter­halt“). Der Ar­beit­ge­ber be­rück­sich­tigt bei der

LG Stutt­gart: An­ord­nung von Er­zwin­gungs­haft im Buß­geld­ver­fah­ren nach Er­öff­nung des In­sol­venz­ver­fah­rens

AMT­LI­CHER LEIT­SATZ Die An­ord­nung von Er­zwin­gungs­haft ge­mäß § 96 Abs. 1 OWiG ist ei­ne Maß­nah­me der Zwangs­voll­stre­ckung im Sin­ne von § 89 Abs. 1 In­sO. Sie ist da­her nach Er­öff­nung des In­sol­venz­ver­fah­rens un­zu­läs­sig, so­weit sie vor die­sem Zeit­punkt fäl­lig ge­wor­de­ne

BGH: Nicht­be­rück­sich­ti­gung von Un­ter­halts­be­rech­tig­ten nach § 850c IV ZPO

AMT­LI­CHE LEIT­SÄT­ZE Das Kin­der­geld stellt kein Ein­kom­men im Sin­ne des § 850c Abs. 4 ZPO dar. Das gilt auch dann, wenn das Kind ers­te un­ter­halts­be­rech­tig­te Per­son im Sin­ne des § 850c Abs. 1 Satz 2 ZPO ist (Er­gän­zung zu BGH,

LG Leip­zig: Nicht­be­rück­sich­ti­gung von Un­ter­halts­be­rech­tig­ten bei § 850d ZPO man­gels Un­ter­halts­ge­wäh­rung oder ‑ver­lan­gen

RE­DAK­TIO­NEL­LER LEIT­SATZ Wenn nicht fest­steht, ob der Un­ter­halts­be­rech­tig­te Un­ter­halt ge­mäß § 7 Abs. 3 S. 2 UVG ver­langt oder der Schuld­ner Un­ter­halts­zah­lun­gen tat­säch­lich leis­tet, kann die Un­ter­halts­vor­schuss­kas­se An­sprü­che des Schuld­ners ge­gen den Dritt­schuld­ner zu­nächst oh­ne Be­rück­sich­ti­gung die­ses Un­ter­halts­be­rech­tig­ten pfän­den und

LG Stutt­gart: Aus­set­zung statt Auf­he­bung ei­ner Pfän­dung we­gen § 88 In­sO

RE­DAK­TIO­NEL­LER LEIT­SATZ Bei ei­ner Pfän­dung, die von § 88 In­sO er­fasst wird, ge­nügt es, wenn das Voll­stre­ckungs­or­gan die Voll­zie­hung des Pfän­­dungs- und Über­wei­sungs­be­schlus­ses bis zur Auf­he­bung des In­sol­venz­ver­fah­rens aus­setzt, oh­ne die Pfän­dung ins­ge­samt auf­zu­he­ben. LG Stutt­gart, Be­schluss vom 18.3.2020, Az.